SLM berichtigt LVZ-Aussagen zum Leipziger DVB-T-Projekt

1
19
Bild: © JuergenL - Fotolia.com
Bild: © JuergenL - Fotolia.com
Anzeige

Leipzig – Viel billiger als von der „Leipziger Volkszeitung“ berichtet soll der Aufbau des DVB-T-Netzes in Leipzig werden: Die fünf Gleichstromantennen sollen laut Angaben der sächsischen Medienwächter pro Standort nicht teurer als 150 000 Euro sein.

„Die 1,5 Millionen Euro sind Unsinn. Vielmehr belaufen sich die Kosten mit 750 000 Euro nur auf die Hälfte des von der LVZ genannten Preises“, berichtigte der Geschäftsführer der Sächsischen Landesmedienanstalten für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), Martin Deitenbeck, die Angaben in der „LVZ“.

Insgesamt wirkte der SLM-Geschäftsführer nicht sonderlich glücklich mit dem Vorstoß des Lokalsenders „Leipzig Fernsehen“, der mit den DVB-T-Plänen an die Öffentlichkeit gegangen war. Kein Wunder – solche Fehlinformationen können potentielle Betreiber des Netzes abschrecken.
 
Und auch das zunächst genannte Startdatum hält der SLM-Geschäftsführer für zu optimistisch: „Wir gehen nicht davon aus, dass der Sendebetrieb schon im September beginnen kann.“ Realistischer sei, so Deitenbeck, ein Start am Ende des Jahres.
 
Wie DIGITAL FERNSEHEN berichtete, plant die SLM derzeit, in Leipzig ein DVB-T-Sendegebiet zu starten. Damit will die SLM auch lokale TV-Sender für die digitale Terrestrik gewinnen. Diese Entwicklung hat mehrere Hintergründe: Zum Einen sind die Gebühren, die der Programmdienstleister T-Systems verlangt, für kleine Sender viel zu hoch.
 
Doch warum fördert die SLM Lokalsender und nicht die großen privaten wie RTL oder ProSiebenSat.1? Weil sie laut einem EU-Urteil nicht darf. Im November 2005 gaben die Brüssler Richter der Beschwerde einiger deutscher Kabelbetreiber Recht, die gegen die diskriminierende Subventionierung der privaten Sender in den DVB-T-Gebieten geklagt hatten. [lf]

Bildquelle:

  • Empfang_DVB-T_Artikelbild: © JuergenL - Fotolia.com
Die Kommentarfunktion ist noch nicht aktiviert