Anga informierte in Workshop zu Triple-Play-Services

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Bonn – Über 130 Experten von Netzbetreibern, Herstellern, System-integratoren und Service-Unternehmen informierten sich am Freitag auf einem Workshop des Anga-Kabelverbandes über Triple-Play-Dienste im TV-Kabel.

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Anga-Präsident Thomas Braun betonte die Bedeutung der Servicequalität: „Den Kunden zu gewinnen ist schwer, ihn zurückzugewinnen fast unmöglich.“ Insbesondere der weiter steigende Bandbreitenbedarf der Endkunden im Triple-Play-Markt mit dem einhergehenden notwendigen Qualitätsmanagement war Schwerpunkt der Diskussion.

Daniel Etman von Cisco betonte den Wettbewerb zwischen Kabelnetzbetreibern und FTTH-Anbietern (FTTH – Fibre To The Home). Hier spielen Bandbreiten weit jenseits der derzeitigen xDSL-Angebote eine Rolle. Als Teilnehmer an der ITU IPTV Focus Group informierte Harald Orlamünder (Alcatel-Lucent) über die finalen Ergebnisse.
 
Für HDTV wurde eine infrastrukturunabhängige Mindestbandbreite von 10 Mbit/s @ MPEG 4 bei extrem geringer Anzahl von Pixelfehlern beschlossen. Dr. Jürgen Seidenberg (BKtel) wies auf den Erfolgsschlüssel Video Overlay in den Migrationsschritten zu FTTH-Netzen hin: „Hiermit erhält der Kunde die Chance, von seiner vertrauten Kabel-TV-Welt ausgehend, an Triple Play zu partizipieren“.
 
Die Vorteile der Packet Cable Multimedia Plattform stellte Stefan Graeff (Nokia Siemens Networks) heraus. Die dienstunabhängige Plattform erleichtert Kooperationen sowie die Einführung neuer Applikationen mit dem notwendigen QoS. Mit seinem Vortrag über DVB-C2 richtete Michael Heisenberg (Kathrein) den Blick auf den künftigen Zuwachs bezüglich Flexibilität, Kapazität und Signalqualität in der Kabelübertragung. Ausgangspunkt sind die definierten Ziele im DVB-Gremium.
 
Dirk Müller (MR.NET services) appellierte an die Triple-Play-Anbieter, stärker die administrativen Abläufe eines Voice Dienstes zu berück-sichtigen. So beeinflusst der komplette Service das Qualitätsempfinden der Kunden. Reinhard Schmied (Empirix) erläuterte das Qualitätsmanagement für VoIP anhand von aktiven und passiven Monitoringlösungen.
 
In seinem Fazit betonte Carsten Engelke, Technischer Leiter der Anga und Moderator des Workshops, dass der Kunde eine schlechte TV-Bildqualität eher bemängelt als ein Rauschen in einem Telefonat. Damit werde die Akzeptanz bezüglich der Qualität für Triple-Play-Dienste fixiert. Die Kabel-TV-Anbieter gewinnen heute durch das über Jahrzehnte aufgebaute Know-how im Endkundengeschäft im hart umkämpften Triple-Play-Markt. Die Triple-Play-Diskussion wird die Anga im Rahmen der Kongressmesse Anga Cable vom 27. bis 29 Mai in Köln weiter aktiv begleiten. [fp]

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