Auch Österreich beginnt mit Analogabschaltung im Kabel

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Die Analogabschaltung im Kabel kommt nicht nur in Deutschland langsam in Gang, sondern auch in Österreich. UPC stellt am heutigen Dienstag die ersten Regionen vollständig auf digitales Fernsehen um.

Die Analogabschaltung im Kabel rückt näher: Nachdem hierzulande in den letzten Jahren vor allem viel über das Wann und Wie diskutiert wurde, hat die Schweiz kurzerhand vorgemacht, wie es geht. Ein Termin wurde festgelegt und – im Gegensatz zu Deutschland – auch eingehalten. Während der deutsche Netzbetreiber Unitymedia hier nun zum Vorreiter wird und am Montag seine Timeline für die Umstellung präsentierte, werden zunächst aber in Österreich die Hebel umgelegt. Denn UPC beginnt am heutigen Dienstag mit der Analogabschaltung.

Den Anfang macht der Netzbetreiber dabei im südlichen Niederösterreich: So werden als erste die Regionen Wiener Neustadt, Baden und Reichenau endgültig auf digitalen Empfang umgestellt. Ab dem 5. April liefert UPC hier kein analoges Kabelsignal mehr aus. Das betrifft neben dem Kabelfernsehen auch die Radioprogramme, die fortan auch nur noch digital übertragen werden.
 
In den kommenden Wochen und Monaten sollen dann Schritt für Schritt auch alle anderen Regionen des Landes folgen. Über die genauen Termine will der Netzbetreiber seine Kunden dann peu a peu informieren. Laut aktueller Planung soll die Region Steiermark noch vor dem Sommer an der Reihe sein, im Sommer selber dann Oberösterreich und Tirol. Im Herbst folgen dann Kärnten und Vorarlberg.
 
Wien und Umgebung bleibt das analoge Signal noch am längsten erhalten. Denn die Hauptstadt ist die letzte Region, in der UPC den Hebel umlegt. Mit diesem Schritt soll die digitale Umstellung dann Anfang 2017 abgeschlossen werden. Dabei macht UPC um die großen Sportereignisse des Jahres einen Bogen: Ob Fußball-EM, die Olympischen Spiele oder die Paralympics – während dieser Events nimmt  der Netzbetreiber keine Umstellungen vor, damit Sportfans nicht plötzlich auf dem Trockenen sitzen.
 
Kunden, die ihr Fernsehen mit einer MediaBox empfangen, werden von der Analogabschaltung nichts bemerken, denn sie sehen bereits digital fern. Von der Umstellung betroffen sind dagegen vor allem diejenigen, die noch mit einem Röhrenfernseher durchs Programm zappen, denn ihr Bildschirm wird nach der Umstellung schwarz bleiben. Um das zu vermeiden, muss das Gerät entsprechend aufgerüstet werden. Welche Möglichkeiten hier bestehen, klärt ein Gespräch mit dem Kabelanbieter. Alternativ kann auch über den Kauf eines neuen TVs nachgedacht werden. [fs]

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2 Kommentare im Forum

  1. Hoffentlich wird dafür auch die HD Grundverschlüsselung heruntergefahren. 3SatHD, ZDF HD, etc. könnten schon unverschlüsselt sein. Wir UPC Kunden in Österreich dürfen VIER Sender in HD ohne CI+ Klump empfangen. Andere Kabelanbieter bieten ab 20 HD Sender aufwärts unverschlüsselt (Öffentlich Rechtliche natürlich). Die Schweizer noch einige mehr. Außerdem ist unser 24 Stunden EPG für nicht-Mediabox-Nutzer nicht sehr kundenfreundlich. Die Schweizer UPC Kunden haben seit November 2015 zumindest 8 Tage Vorschau. Die Sender selber senden via SAT 3 Wochen EPG...
  2. Wenn ich das lese, dann wird klar, warum der Satellitendirektempfang in Österreich im Vergleich zum Kabel immer mehr wächst. Österreich: Satellit hängt Kabel weiter ab
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