[DF 05/13] Analoges Kabelfernsehen – ein Auslaufmodell?

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Nachdem das analoge Fernsehen via Satellit hierzulande seit knapp einem Jahr Geschichte ist, stellt sich die Frage, wie es mit der Digitalisierung im Kabelbereich weitergehen soll. Kaum zu glauben: Noch fast die Hälfte der Kabelzuschauer lebt im analogen Zeitalter.

Die Diskussion um die Analogabschaltung beim Kabelfernsehen hat aufgrund der aktuellen Auseinandersetzung um die Einspeisegebühren wieder an Fahrt aufgenommen. Im Streit um die Kabeleinspeisegebühren von ARD und ZDF will Kabel Deutschland offenbar nachlegen. Sollten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu keiner Einigung bereit sein, droht Deutschlands größter Netzbetreiber Kabel Deutschland mit der Abschaltung von analogen Programmen.
 
Betroffen wären demnach all die analogen Sender, die nicht unter die „Must Carry“-Regelungen des Rundfunkstaatsvertrages fallen. Darunter fällt vor allem der Großteil der regionalen Programme der ARD. So würde Kabel Deutschland je Bundesland nur noch das jeweilige Dritte Programm analog verbreiten. Von den „Must Carry“-Regelungen geschützt sind jedoch die analogen Varianten von Das Erste, ZDF, Phoenix, 3sat, Arte, Kika und dem jeweiligen Dritten Programm.
 
Auch wenn mittlerweile die meisten TV-Sender ihre Programme auch digital ausstrahlen, so heißt das noch lange nicht, dass Kabelnetzbetreiber nur noch ein digitales TV-Angebot bieten müssen. So ist es für TV-Veranstalter als auch für Kabelnetzprovider nicht zwingend notwendig, lediglich digitales TV zu übertragen.

Nur die Öffentlich-Rechtlichen bilden hier eine Ausnahme: Diese müssen mit ihrem digitalen Angebot laut der „Must-Carry“-Regelung jeden Kabelfernsehkunden erreichen, nicht nur analog, sondern auch digital. Alles andere liegt in der Entscheidungsgewalt des Kabelnetzanbieters.
 
Weiterhin ausschlaggebend ist zudem die Nachfrage des Zuschauers, wie schon im Mai 2012 Joachim Dölken, Senior Manager Medienrecht und Medienpolitik Kabel Deutschland GmbH, auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland erklärte: Man werde deshalb noch solange analog senden, bis es eine Nachfrage danach gibt, und derzeit würden noch viele Kabelkunden auf ihr analoges Fernsehen beharren.
 
Welche weitere wichtige Faktoren nötig sind, damit die Digitalisierung im Kabelnetz weiter voranschreitet, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der DIGITAL FERNSEHEN 05/2013, die für Sie ab sofort am Kiosk, im Online-Shop und im Abo erhältlich ist.
 
NEU: Ab sofort können Sie die DIGITAL FERNSEHEN auch pünktlich zum Erscheinungstag als E-Paper über den digitalen PagePlace-Zeitungskiosk der Deutschen Telekom beziehen und bequem am PC oder Mac sowie weiteren Endgeräten wie Smartphone (Android/Apple), E-Reader, Tablet-PC und Notebook lesen. Im Schnupperabo erhalten sie sogar 3 Ausgaben zum Preis von 2! Natürlich sind auch ältere Ausgaben erhältlich. Nie wieder Rennerei und Ärger mit vergriffenen Heften!DIGITAL FERNSEHEN 05/13 in Bildern
[red]

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81 Kommentare im Forum

  1. AW: [DF 05/13] Analoges Kabelfernsehen - ein Auslaufmodell? Und da werden sie auch bleiben, solange die Grundlosverschlüsselung nicht für alle Free TV Sender aufgehoben wird und für digitales Tv extra kassiert wird.
  2. AW: [DF 05/13] Analoges Kabelfernsehen - ein Auslaufmodell? Seit dem Streit um Einspeisegebühren sind bei der KDG die öffentlich-rechtlichen Programme analog in besserer Qualität zu sehen als digital in SD.
  3. AW: [DF 05/13] Analoges Kabelfernsehen - ein Auslaufmodell? Nicht doch. Analoges Fernsehen wird die Menschheit noch bis ins Grab begleiten.
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