DLM will sich mit Kabelbetreibern verbünden

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Nach Ansicht der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) führt die Abschmelzung von analogen Kabelkanälen zum Wegfall technischer Reichweite von TV-Sendern, die nicht der RTL-Gruppe oder ProSiebenSat.1 angehören.

Die digitale Verbreitung biete den Veranstaltern hierfür noch keinen entsprechenden Ersatz.

Im digitalen Kabel komme es bereits zu ersten Engpässen durch den gestiegenen Eigenbedarf der Netzbetreiber durch Entwicklungen wie HDTV, Video on Demand und Triple Play, aber auch eigenen Programmangeboten. Daher haben die Landesmedienanstalten und Kabelnetzbetreiber nun ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen verabredet, das insbesondere der Transparenz und einer fairen Lastenverteilung in dieser vorübergehenden Engpasssituation verpflichtet sein soll. Einen „harten Umstieg“ in einigen ausgesuchten räumlichen Bereichen sei Bestandteil der Übereinkunft. Grundlage dieser Verabredung war, dass von den Kabelnetzbetreibern keine Einzelaktivitäten in einzelnen Bundesländern gestartet und kurzfristig einseitig neue Fakten geschaffen werden.
 
Das zwischenzeitliche Vorgehen einiger Kabelnetzbetreiber beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist aus Sicht der Direktorenkonferenz mit dieser Verabredung nicht vereinbar.
 
„Die Landesmedienanstalten erwarten, dass die Kabelnetzbetreiber das unterbreitete Angebot eines abgestimmten Vorgehens konstruktiv aufgreifen. Unkoordinierte Einzelverhandlungen mit 15 Ländern werden weder den Interessen der Kabelnetzbetreiber noch der Veranstalter gerecht“, so Reinhold Albert, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). [sch]

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  • Empfang_Kabel_Artikelbild: © soupstock - Fotolia.com

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