FRK plädiert für weitere Regulierung des Kabelmarkts

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Lauchhammer – Der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) plädiert dafür, dass das Kartellamt weiterhin den lokalen Markt der Rundfunkinfrastruktur für die Beurteilung des Wettbewerbs betrachtet.

„Angesichts des Scheiterns der Geschäftsmodelle von Callahan, Klesch, etc und des drohenden Scheiterns von Unity Media, Kabel Deutschland etc. ist zwar der Wunsch des Bitkom Chefs August-Wilhelm Scheer nach einem Rückzug des Kartellamtes aus der Regulierung des Kabelfernsehmarktes verständlich. Seine Forderung an Politik und Kartellamt dient aber letztlich nur dazu, die Interessen der nach 30% und mehr Rendite Jagenden auf Kosten der Kunden, Mieter, Verbraucher und des Mittelstandes zugunsten verstärkter Kartellbildung im Markt der Anbieter von Breitband- und Rundfunkinfrastrukturen voranzutreiben.“ Mit diesen Worten wies der Stellvertretende Geschäftsführende Vorsitzende des Fachverbandes Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen – FRK -, Heinz-Peter Labonte, bei einer Veranstaltung seines Verbandes zur Breitbandversorgung ländlicher Räume in Lauchhammer, entsprechende Forderungen des Bitkom-Chefs zurück.

Es sei völlig richtig, dass das Kartellamt weiterhin den lokalen Markt der Rundfunkinfrastruktur für die Beurteilung des Wettbewerbs betrachte. Denn die großen Anbieter von Rundfunkinfrastrukturen hätten sich bisher aus Profitgründen vorwiegend auf die dichter besiedelten Räume in Deutschland konzentriert. Nur wegen der 1984 bis 1986 zwischen dem damaligen Staatsmonopolisten Bundespost und Deutschem Elektrohandwerk vereinbarten Trennung der Netzebenen 3 (Leitungen im öffentlichen Grund) und Netzebene 4 (Hausverkabelung / letzte Meile) sei es möglich gewesen, die Existenz von über 10.000 Handwerksfirmen als Partner der Wohnungswirtschaft und Verbraucher zu sichern. erklärte der FRK-Sprecher. Nur deshalb seien auch nach dem Verkauf der Telekomkabelnetze fast 25 % bzw. rund 5 Mio. Kunden zu mittelständischen unabhängigen Netzbetreibern gewechselt.
 
Wie der Vergleich der Bilanzen und Verschuldungsgrade von Handwerksfirmen und den im Besitz der internationalen Renditejäger befindlichen Großfirmen zeige, seien die Mittelständler in ihren Preisen, Leistungen und Beachtung der Rundfunkregulierungen wie der Wettbewerbs- und Urheberrechtsregelungen zugunsten der Verbraucher erfolgreicher. Labonte wies in diesem Zusammenhang auf die laufenden Diskussionen und Verbraucherklagen über die ständig steigenden Preise bei den Firmen der Renditejäger hin. Eine weitere Folge von deren verfehlter Marktpolitik zeige sich darüber hinaus bei der Ausdünnung ländlicher Räume bei der Breitbandversorgung. Auch hier treibe der Mittelstand wieder mit WLAN, Satelliten-Breitbandangeboten und anderen innovativen Lösungen die Großen vor sich her und sichere damit nahezu 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland. [fp]

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2 Kommentare im Forum

  1. AW: FRK plädiert für weitere Regulierung des Kabelmarkts Bitte lieber FRK, nicht nur labbern und mit dem Finger auf andere deuten, sondern selber mal handeln und selber investierne. Nicht jeder Mittelständische Kabelbetreiber investiert in sein Netz. Für viele ist es die Möglichkeit mit Zwangsverkabelten Kunden mal die schnelle Mark zu machen. Ein paar digitale Premiere Programme, Kabelkiosk und 30 analogen Programmen reichen heute nicht mehr aus. Hr. Labonte bevor sie ihre Kolumnen tippen und dort Zeit mit den immer wiederkehrenden Phrasen vertun, sorgen sie dafür dass der FRK endlich mal sein Sendezentrum aufbaut und eigene Pakete schnürrt. Das wäre ein Fortschritt für den Kunden. Unity und KDG haben im Gegensatz zu Ihnen und ihren Klitschen zumindest einen Großteil der Hausaufgaben erledigt.
  2. AW: FRK plädiert für weitere Regulierung des Kabelmarkts Eben noch als der große Entavio-Hoffnungsträger mit avisiertem POC für kleine und mittlere KNB gefeiert und nun schon so deutlich in der Gunst gesunken... Richtig interessant würde es für Herrn Urners Truppe, wenn "Deutschland´s schönstes Fernsehen" tatsächlich über einen CA-Wechsel nicht nur nachdenken würde.
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