FRK will Digitalempfang im Kabel vereinfachen

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Leipzig – Der digitale Empfang im Kabel soll künftig für Haushalte kostengünstig und einfach gehalten werden, indem der Kabelnetzbetreiber die Pay-TV-Gebühr künftig direkt beim Kunden einzieht.

Dies wurde von den im FRK organisierten unabhängigen Kabelnetzbetreibern im Rahmen des 9. Kabelkongresses in Leipzig vorgeschlagen.

Der FRK strebe bei den so genannten grundverschlüsselten digitalen Programmpaketen eine zentrale Abrechnung an. Statt einer Verschlüsselung und Abrechnung jeder einzelnen Smartcard, soll es nach Ansicht des Verbands künftig bereits eine Entschlüsselung an der Rundfunkempfangs- bzw. Kopfstelle mit pauschaler Abrechnung der monatlichen Verschlüsselungspauschale für Pay-TV Grundpakete geben. Dabei zieht der Kabelnetzbetreiber diese Gebühr direkt bei seinem Kunden ein und leitet das Entgelt an die Programmanbieter weiter. Bei dieser Lösung benötige der Kunde für seinen Einstieg in die digitale Welt nur eine Kabelbox und muss nur mit einem Anbieter abrechnen, so Heinz-Peter Labonte, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des FRK.
 
Der FRK trete außerdem für einen Simulcast von analogen und digitalen Programmen im Kabel gegebenenfalls auch über das Jahr 2010 hinaus bei den privaten Sendern ein. „Wir können doch nicht ohne klare Vorstellungen in Fragen der Digitalisierung die Wünsche unserer Kunden und die Tatsache ignorieren, das bisher bundesweit erst rund 15 Prozent aller Kabelhaushalte digitale Programme empfangen,“ erklärte Labonte weiter.

Er kündigte darüber hinaus an, dass der FRK alle Schritte unternehmen werde, um bei der Umstellung der Sender von analog auf digital sicher zu stellen, dass es auch in Zukunft neben Bezahlprogrammen auch weiterhin frei empfangbare Programme geben wird. Eine Zwangsverschlüsselung dürfe es nicht geben, so Labonte. Gleichzeitig will der Verband für die Entwicklung klarer Strukturen und Modelle eintreten, nach denen nur diejenigen Programme in einem verschlüsselten Pay-TV-Grundpaket gebündelt werden, die auch tatsächlich den Empfang eines monatlichen Entgelts wollen.
 
Labonte will darüber hinaus für den FRK Gespräche mit den medienpolitisch Verantwortlichen und Programmanbietern führen, falls die Programme aus urheberrechtlichen Gründen zu verschlüsseln seien. Dann solle aus Sicht des FRK die notwendige Entschlüsselung nach dem ORF-Modell in Österreich vorgenommen werden. Dort werde die Karte gegen eine Einmalgebühr erworben und freigeschaltet. Dies sei, so Labonte, ein einfacher und für alle nachvollziehbarer Vorgang. [sch]

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