Großstörung im Lübecker Kabel behoben – Polizei im Stress

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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50 000 Kunden des Netzbetreibers Kabel Deutschland im Großraum Lübeck können aufatmen: Der Ausfall von Fernsehen, Telefonie und Internet durch ein bei Bauarbeiten gekapptes Kabel ist behoben.

Die Störung war am Dienstagmittag gegen 11.50 Uhr aufgetreten, als bei Tiefbauarbeiten nahe dem Kaufhof auf Marli ein drei bis vier Meter unter der Straßendecke verlegtes Glasfaserkabel zerstört wurde (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Der Netzbetreiber sprach von einem „technischen Super-GAU“ und konnte die Dauer der notwendigen Reparaturarbeiten zunächst nicht genauer beziffern.

Gegen 3.45 Uhr am Mittwochmorgen hatten die betroffenen Kabelkunden laut einem Bericht der „Lübecker Nachrichten“ (Donnerstagausgabe) wieder Empfang. In den ebenfalls betroffenen Ortschaften Bad Schwartau und Stockelsdorf sei die Störung sogar schon am Dienstagabend ab 22.30 Uhr beziehungsweise 23.45 Uhr behoben gewesen, hieß es unter Berufung auf eine Sprecherin des Unternehmens.

Man habe alles versucht, um den Schaden durch Verlegung einer oberirdischen Ersatzleitung schnellstmöglich zu beheben, versicherte KDG. Wenn bei Bauarbeiten ein so wichtiges Glasfaserkabel gekappt werde, könne ein Anbieter aber nur reagieren und Schadensbegrenzung betreiben, warb das Unternehmen um Verständnis.
 
Ein Polizeisprecher bestätigte dem Blatt, dass sich die Menschen aufgrund des Ausfalls auch an die Notrufnummer 110 gewendet hätten „Es ist schon unglaublich, dass Leute bei uns anrufen und sich beschweren, dass der Fernseher nicht funktioniert“, wurde der Beamte zitiert. Es habe etliche Anrufe gegeben, welche die Leitungen für ernsthafte Hilferufe blockiert hätten. Die Kolegen hätten „wirklich anderes zu tun“.

Zu Schadenersatzforderungen äußerte Kabel Deutschland, es handele sich um immaterielle Schäden. Dabei müsse im Einzelfall geprüft werden. Da man kein Firmen- sondern ein Privatkundenprodukt anbiete, was auch in den AGBs verankert sei, bestünden diesbezüglich keine Ansprüche. Für Aussagen von Hotline-Mitarbeitern, die Kunden mit dem Satz „Sie können froh sein, wenn Sie Weihnachten wieder Empfang haben“ konfrontierten, bat die Sprecherin gegenüber den „Lübecker Nachrichten“ um Entschuldigung. [ar]

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38 Kommentare im Forum

  1. AW: Großstörung im Lübecker Kabel behoben - Polizei im Stress Ja,ja...sind wir Deutschen wirklich so verblödet ?. Wenn das liebste Spielzeug nicht mehr funktioniert setzt das Gehirn aus und wir drehen am Rad ? Auf die Idee muß man erst mal kommen, die Polizei anzurufen weil der TV schwarz bleibt.
  2. AW: Großstörung im Lübecker Kabel behoben - Polizei im Stress Vielleicht haben manche Personen einfach nur bei der Polizei angerufen, da sie beim Versuch die TV-Störung zu melden festgestellt haben, daß auch das Telefon UND sogar das Internet nicht funktioniert und Frau nicht mal den auf der Arbeit befindlichen Ehemann anrufen konnte. Ich kann mir gut vorstellen, daß für manche Haushaltsangehörige es nicht so leicht verständlich ist, daß Telefon, TV und Internet über eine Leitung in die Wohnung geführt wird. Somit waren also für diese alle 3 eigentlich total unabhängigen Medien ausgefallen, was durchaus auf eine größere Katastrophe (Terroranschlag) hinweisen könnte, vor allem, wenn man dann nicht über ein Backup Sat-TV oder DVB-T verfügt und feststellen kann, daß dieses geht. Wenn dann viele über das Mobilfunknetz versuchen zu telefonieren, hatte ich selbst schon bei einem echten Notfall erlebt, ist die 110/112 oft die einzige Nummer die vor dem totalen Zusammenbruch noch funktioniert.
  3. AW: Großstörung im Lübecker Kabel behoben - Polizei im Stress Moin! Gefühlte 50% der Anrufer bei den Notrufen 110/112 haben einen IQ von unter 10% und sind in dieser Gesellschaft einfach Lebensunfähig. Damit meine ich nicht die demenzkranke Oma sondern den Teil der Bevölkerung, welche nicht weiß was sie mit ihrer Freizeit anfangen soll und zu dumm ist auch nur einen Satz in verständlichem deutsch von sich zu geben. Schade das die Natur hier nicht mehr wirklich eingreifen kann. Und ja, das ist ernst gemeint. Ich kann/darf dies übrigens beurteilen, ich sitze fast täglich 8h am 110 Notruf und darf mir solches Gesülze anhören. Wenn ich jedesmal 'ne Anzeige wegen "Missbrauch von Notrufen..." gem. §145 StGB schreiben würde, käme ich nicht mehr zu meinem eigentlichen Job und die wirklich in "Not" befindlichen Anrufer hingen noch länger in 'ner Warteschleife. Bye
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