Kabel Deutschland: Arena-Vertrag wäre Verlustgeschäft

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Unterföhring – Nach der überraschenden Einigung von Premiere und Arena ist Kabel Deutschland als Partner bei der Übertragung der Fußball-Bundesliga trotz langwierigen Verhandlungen nun aus dem Spiel gekickt worden.

Wie ein Pressesprecher gegenüber DIGITAL FERNSEHEN mitteilte, sei Kabel Deutschland dennoch sehr zufrieden mit dieser Lösung.

Premiere wird nun das Abonnement von Arena in das eigene Programmpaket einbinden und den rund 800 000 Abonnenten anbieten, die von Kabel Deutschland versorgt werden. Die Abonnenten des Bezahlsenders können sich über ihren bisherigen Dekoder das Arena-Programm freischalten lassen.
 
Damit sei das wichtigste Ziel, nämlich den Kabelkunden die Bundesliga-Spiele zeigen zu können, auf jeden Fall erreicht, meinte der Sprecher weiter. Kabel Deutschland wolle verhindern, dass seine Kunden zu anderen Übertragungswegen wie Sat-TV wechseln, nur weil die Bundesliga nicht via Kabel zu empfangen ist. Enttäuschten Kunden wird man nicht mehr das so genannte Triple Play, also Internet, Telefonie und Fernsehen über das TV-Kabel, anbieten können.
 
Mit Arena habe man „sehr ernste Gespräche“ geführt, aber bei den Konditionen, die Arena vorschlug, wäre das finanzielle Risiko für den Kabelbetreiber zu groß gewesen. Die Zahl der künftigen Abonnenten müsste unrealistisch hoch ausfallen, um in den schwarzen Zahlen zu stehen, erklärte er. Das Unternehmen habe nie damit gerechnet, mit einem Fußballangebot Profit machen zu können. Dazu seien die Preise zu niedrig und die Kosten zu hoch. Mit der jetzigen Lösung sei die Bundesliga nun für die Kunden von Kabel Deutschland über die eigene Infrastruktur zu emfangbar. Und dies ohne finanzielles Risiko. Damit ist Kabel Deutschland selbst aber aus dem Geschäft. Der Kabelbetreiber habe sich verzockt, schreibt die Financial Times Deutschland und zitiert dabei Branchenkreise. [sch]

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  • Empfang_Kabel_Artikelbild: © soupstock - Fotolia.com

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