Kabel Deutschland: „Wir müssen konkurrenzfähig bleiben“

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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München – Der Stellenabbau sei notwendig geworden, damit das Kabelunternehmen auch im verstärkten Wettbewerb weiterhin bestehen könne.Dies erklärte ein Kabel Deutschland-Sprecher gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.

„Keiner tut so etwas gern, aber es ist unsere Aufgabe, das Unternehmen konkurrenzfähig zu halten, vor allem im Hinblick auf den Einstieg der Deutschen Telekom in den Fernsehmarkt“, rechtfertigt der Kabel Deutschland-Sprecher die Position seines Unternehmens.

Dafür sollen nach Aussagen des Unternehmenssprechers 380 von 800 Stellen im Service-Bereich abgebaut werden. Der Verdi-Sektretär Harms hatte in der Tageszeitung „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ noch von 473 Stellen gesprochen (DF berichtete).
 
Interne Analysen der Unternehmensstruktur hätten deutliches Einsparpotential im Technikbereich aufgezeigt. „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass wir das Service-Level damit halten oder eher noch verbessern können“, so der Kabel Deutschland-Sprecher gegenüber DF. Neue Technologien würden es dem Unternehmen ermöglichen, effizienter zu arbeiten und schlankere Strukturen zu schaffen.
 
Viele Abläufe, für die bis zuletzt noch Außenpersonal benötigt wurde, könne man mittlerweile zentral steuern. Auch braucht man zum Beispiel nicht mehr die derzeitige Anzahl von Dispositionszentren für die Techniker. „An der Qualität wird sich nichts ändern“, beteuerte der Unternehmenssprecher gegenüber DF wiederholt, „wir stellen auf jeden Fall sicher, dass der Service nicht sinkt“.
 
Für die Angestellten werde laut Aussage des Kabel Deutschland-Sprechers alles Mögliche getan: 90 Prozent der vom Stellenabbau betroffenen Angestellten würden noch aus Telekom-Zeiten stammen und hätten daher ein Rückkehrrecht in die Deutsche Telekom. Viele dieser Mitarbeiter sind beurlaubte Beamte, bei dem Rest handele es sich um Angestellte, welche die Telekom auch nicht entlassen könne.
 
Derzeit verhandle man bei Kabel Deutschland mit dem Betriebsrat. Hier wird es sicherlich einen Sozialplan sowie Vereinbarungen über Interessensausgleiche geben. Dazu wollte sich der Unternehmenssprecher gegenüber DF nicht weiter äußern, da die Gespräche hier noch nicht weit genug fortgeschritten seien. [lf]

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