Kabelnetzbetreiber fordern Must-Offer-Regelung für Sender

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (Anga) fordert eine neue Medienregulierung, in der sich auch eine Must-Offer-Regelung für die TV-Anbieter findet. So dürften Kabelnetzbetreiber nicht diskriminiert werden, indem die Programmveranstalter diesen bestimmte Premium-Angebote vorenthalten.

Während die Branche im Zuge des Kabelstreits zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und den großen Kabelnetzbetreibern Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW derzeit vor allem über die Must-Carry-Regelungen diskutiert, fordert der Anga Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber auch eine sogenannte Must-Offer-Verpflichung für die TV-Veranstalter.

In einem Beitrag für das Magazin „Promedia“ (Ausgabe 12/2013) sprach die Geschäftsführerin des Verbandes, Andrea Huber, über die Notwendigkeit für Kabelnetzbetreiber, einen möglichst diskriminierungsfreien Zugang zu sogenannten Premiuminhalten zu bekommen. Die Medienregulierung müsse künftig sicherstellen, dass dies gewährleistet sei. „Wenn Sendeunternehmen über Exklusivvereinbarungen verhindern, dass andere Netzbetreiber die entsprechenden Inhalte den von ihnen angeschlossenen Haushalten zur Verfügung stellen, widerspricht das dem Schutzziel des Medienrechts, ein möglichst vielfältiges Programmangebot für den Endkunden zu gewährleisten“, so Huber.
 
Daher werde eine Must-Offer-Verprflichtung benötigt, die den Fernsehveranstalter, der über Premiuminhalte oder eine Premiummarke verfügt, dazu verpflichtet, diese den interessierten Netzbetreibern zu den gleichen Bedingungen zur Verfügung zu stellen, zu denen er bereits zuvor der Ausstrahlung über einen anderen Verbreitungsweg zugestimmt hat. [ps]

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98 Kommentare im Forum

  1. AW: Kabelnetzbetreiber fordern Must-Offer-Regelung für Sender Man merkt, den Kabelnetzbetreibern schwimmen die Felle weg. Wo gibt es denn sowas, dass sich die Senderbetreiber bzw. Programmveranstalter dazu verpflichten müssen, den Kabelnetzbetreibern ihre Inhalte zwangsläufig anzubieten. Es ist doch so, das jeder Programmveranstalter selbst entscheidet, ob und wem er die Inhalte zur Verfügung stellt. Wenn ein Programmveranstalter seine Inhalte exklusiv vermarkten will, ist es auch seine Sache. Was bilden sich die KNB eigentlich ein ? Die sollen doch darum kämpfen, an die Inhalte der Veranstalter heranzukommen, immerhin wollen die KNB auch mit dem Einspeisen der Sender Geld verdienen. Die ÖR beispielsweise bieten den KNB ihre Inhalte auch in HD kostenlos an, selbst diese Gelegenheit nutzen letztere nicht einmal. Die und die ANGA haben in dieser Hinsicht garnichts zu fordern.
  2. AW: Kabelnetzbetreiber fordern Must-Offer-Regelung für Sender Die KNBs und ihr Verband rauchen anscheinend jeden Tag was anderes
  3. Wo gibt es denn sowas, dass die Kabelnetzbetreiber gezwungen werden , Programme zu übertragen?Also nicht auf einem Auge blind sein.
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