Kabelnetzbetreiber starten Digitalisierungsinitiative für den Osten

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Berlin – Nach Auffassung der Kabelnetzbetreiber Primacom und Tele Columbus besteht in Deutschland im Vergleich zum Ausland großer Nachholbedarf bei der Verbreitung des digitalen Kabelfernsehen.

Das digitale Fernsehen bringt den Verbrauchern mehr Programmvielfalt, bessere Bildqualität und höheren Bedienkomfort. Dennoch besteht in Deutschland gerade bei der Verbreitung des digitalen Kabelfernsehens großer Nachholbedarf gegenüber dem internationalen Vergleich. Um die Digitalisierung des Fernsehens am Medienstandort Deutschland weiter voranzutreiben haben Tele Columbus und Primacom in Berlin eine medienpolitische Initiative gestartet.

Bei der Auftaktveranstaltung der Initiative gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und dem Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Dr. Hans Hege, warnte Markus Schmid, CEO der Tele Columbus Gruppe und Primacom AG, vor den Folgen eines immer weiter verzögerten Abschieds von der analogen Fernsehverbreitung: Der Parallelbetrieb von digitaler und veralteter analoger Ausstrahlung binde sowohl Verbreitungs- wie auch Investitionskapazität und verunsichere die Verbraucher.
 
Zudem führe das fehlende Bekenntnis der Medienpolitik zu einem definierten Umstiegstermin dazu, dass Programmproduzenten und Gerätehersteller ihr Engagement zum Beispiel bei hochauflösendem Fernsehen oder neuen Programmformen nicht weiter ausbauten. „Letztlich dient die herrschende Unsicherheit niemandem und sie kann nur durch klare Vorgaben aus der Politik überwunden werden“, sagte Markus Schmid: „Die Branche braucht einen festen Termin für den Abschluss der Digitalisierung.“
 
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, verwies darauf, dass Berlin beste Standortbedingungen biete: Mit dem größten Glasfasernetz
in Europa und dem modernsten Kommunikationsnetz in Deutschland sei Berlin
ein Vorreiter der Digitalisierung. Allerdings sei spürbar, dass sich das Fernsehen in einer Übergangsphase befinde: „Inkompatibilitäten machen den
Verbrauchern das Leben schwer“, sagte Klaus Wowereit und begrüßte das
Bekenntnis von Tele Columbus und Primacom zu einer umfassenden Information der Verbraucher.
 
Eine erhöhte Akzeptanz beim Verbraucher ist auch für Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, der Schlüssel zum endgültigen Umstieg auf digitalen Fernsehempfang: Er erkenne die hohe Einigkeit der Branche über die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit einer Analogabschaltung, letztlich müssten aber auch die Kunden überzeugt werden. „Eine Analogabschaltung wird nicht erfolgen, solange 30 oder 40 Prozent der Zuschauer noch auf diese Technik setzen“, sagte Hans Hege, „die Attraktivität des Umstiegs und die Attraktivität der Programmangebote muss durch die Anbieter umfassender dargestellt werden.“
 
Genau dieses Ziel verfolgen Tele Columbus und Primacom mit ihrer vor wenigen Wochen gestarteten Digitalplattform, die über die Ausstrahlung der digitalen Fernsehprogramme hinaus auch für Zusatzdienste, wie elektronische Programmführer, Personal Video Recorder und IP-basierte Anwendungen gerüstet ist. Die bis zu 60 Fernsehprogramme bedeuten ein umfassendes digitales TV-Angebot für Information, Sport, Unterhaltung und spezielle Zielgruppen.
 
Um die Fernsehzuschauer und Brancheninteressenten weiter intensiv über die Vorteile der digitalen Empfangstechnik zu informieren, folgen nach der Auftaktveranstaltung in Berlin in den kommenden Wochen weitere gemeinsame Veranstaltungen der Kabelanbieter mit den Landesregierungen und Medienanstalten in Thüringen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
 
Als offizieller Botschafter und Testimonial der Digitalisierungsinitiative wurde dazu in Berlin der Leichtathletik-Olympiasieger und mehrfache Weltmeister Lars Riedel vorgestellt. „Lars Riedel ist in unserer Kernregion Sachsen geboren und verkörpert auf besondere Weise die Eigenschaften des Breitbandkabels: große Leistungsstärke und absolute Zuverlässigkeit“, erklärt Markus Schmid. „Als erfahrener Spitzensportler kann er den TV-Zuschauern die Vorzüge der digitalen Übertragung gerade bei Sportereignissen sehr gut vermitteln.“[mg]

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31 Kommentare im Forum

  1. AW: Kabelnetzbetreiber starten Digitalisierungsinitiative für den Osten das die kabelnetzbetreiber allen vorran die unverschämte tele columbus sich dies auch ordentlich bezahlen lassen wird nicht dazu gesagt.wer steigt freiwillig um auf digital wenn die privaten extra kosten usw.grundverschlüssellung muss weg.das ist das zauberwort meine herren schlipsträger von da oben
  2. AW: Kabelnetzbetreiber starten Digitalisierungsinitiative für den Osten erinnert irgendwie an "Jetzt Digital": Unitymedia und Landesmedienanstalten fördern Digitalumstieg im Kabel
  3. AW: Kabelnetzbetreiber starten Digitalisierungsinitiative für den Osten Dann sollte die Primacom vielleicht auch mal anfangen digitales Fernsehen anzubieten, in Bitterfeld-Wolfen gibt es außer Premiere und ÖRs nichts digital.
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