M7 Group: Ein neuer Player betritt den deutschen Kabelmarkt

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Mit der Übernahme des Kabelkiosk kommt ein neuer Player auf den deutschen Markt. Die M7 Group gehört europaweit zu den am stärksten expandierenden Plattformbetreibern auf verschiedenen Bereichen. Eutelsat möchte in Deutschland mit einer neuen IPTV-Plattform von vorn starten.

Mit der Übernahme der Plattform Kabelkiosk betritt ein völlig neuer Player den deutschen Kabelmarkt. Die M7 Group aus Luxemburg soll künftig den Betrieb und die Vermarktung der Plattform übernehmen und wird damit für die Versorgung zahlreicher kleiner und mittlerer Kabelnetze in Deutschland zuständig sein. Beliefert werden vom Kabelkiosk unter anderem die Netzbetreiber Tele Columbus, Primacom und Netcologne. 

Bereits seit längerem treibt M7 europaweit die Expansion seiner Geschäftsaktivitäten voran. Neben der Plattform CanalDigitaal in den Niederlanden betreibt das Unternehmen mittlerweile auch TéléSAT im französisch sprechenden Teil Belgiens, Austriasat in Österreich und Austriasat Magyarország in Ungarn sowie CS Link und Skylink in den Märkten Tschechien und Slowakei. Mit Deutschland stößt man nun auf einen der größten Märkte in Europa vor. 
 
„Die Übernahme des KabelKiosk ist für uns eine ausgezeichnete Gelegenheit, den deutschen Markt der TV-Plattformbetreiber zu betreten“, sagte Kees Färber, Geschäftsführer von M7 Deutschland, zu der Transaktion. Man sei davon überzeugt, dass der Kabelkiosk in seinem Kerngeschäft noch weiter zulegen könne und sehe zudem Wachstumsmöglichkeiten in den Bereichen IPTV und OTT. Neben der Plattform als solcher übernimmt M7 auch die für die Kabelkiosk-Plattform bereitgestellten Transponder auf der Orbitalposition Eurobird 9,0 Grad Ost.
 
Während also ein neuer Spieler den deutschen Markt betritt, könnte der Verkauf der Kabel-Plattform vor allem Eutelsat Deutschland hart treffen. Mit dem Kabelkiosk verliert man sein bislang wichtigstes Standbein auf dem hiesigen Markt. Stattdessen möchte man sich künftig auf eine ähnliche Plattform im Bereich IPTV konzentrieren. Diese hört auf den Namen meinFernsehen und soll mit 150 Programmen, davon etwa ein Drittel in HD-Qualität, punkten und beinhaltet ein VoD-Angebot. Als erste IPTV-Plattform soll diese zudem HbbTV unterstützen. 
 
Adressaten der neuen Plattform sind vor allem kleiner Netze, die auf eine fertige TV-Lösung für ihre Kunden zurückgreifen möchten. Bei Eutelsat Deutschland fängt man somit im Bereich IPTV wieder fast bei Null an. Ob man hier auf Dauer ein ähnliches Standing entwickeln kann, wie im Kabel-Sektor, wird fraglich sein. 

[ps]

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9 Kommentare im Forum

  1. AW: M7 Group: Ein neuer Player betritt den deutschen Kabelmarkt Da hat doch 1&1 seine IPTV Plattform. Vielleicht kommt ja jetzt o2 wieder? Konkurrenz belebt das Geschäft...
  2. Kanns sein dass ihr was komplett falsch verstanden habt? "MeinFernsehen" startet der Kabelkiosk, nimmt die neue Geschichte also mit zu M7. Zumindest sollte man die PM so verstehen ... KabelKiosk startet IPTV-Multiscreen-Plattform meinFernsehen - Eutelsat visAvision GmbH - Pressemitteilung
  3. AW: M7 Group: Ein neuer Player betritt den deutschen Kabelmarkt So neu ist MeinFernsehen auch wieder nicht. Google man danach findet man Beiträge aus 2012 usw
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