Primacom: Sieg gegen Heuschrecken in Sicht

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Der Kabelnetzbetreiber einigt sich mit den Gläubigern und darf nun endlich seine niederländische Tochter Multikabel verkaufen.

Der Kabelnetzbetreiber Primacom ist aller Voraussicht nach gerettet. Nachdem am Montag die Banken einen vorrangig besicherten Kredit nicht weiter verlängert und zur Zahlung fällig gestellt hatten, schien die Lage sehr brisant. Die Gesellschaft hatte für die Verhandlungen genau sieben Tage Zeit – solange verlängerte das Investmenthaus JP Morgan die Überziehungskreditlinie in Höhe von 15 Millionen Euro. Doch bereits am Donnerstag wurde in London eine grundsätzliche Einigung mit den Inhabern des Second Secured Loan (SSL) über die wirtschaftlichen Bedingungen eines Vergleichs erzielt. Beide Parteien sind darin übereingekommen, dass die Gesellschaft 375 Millionen Euro an die Inhaber der SSL zur Abgeltung aller offenen Forderungen der Inhaber der SSL zahlt. Primacom muss diesen Betrag bis zum 30. November 2005 bezahlen.

Im Gegenzug stimmen die Inhaber der SSL dem Verkauf von Multikabel zu. Für Multikabel liege nach Angaben von Primacom eine Absichtserklärung vor, in der ein potentieller Erwerber sich bereit erklärt, Multikabel zu erwerben. Nun müssen dem Vergleich nur noch die Senior Banken zustimmen. Kommt auch hier das OK, konnte aus der Primacom bald wieder ein sehr profitabler Kabelnetzbetreiber werden. Ganz ohne der Last „sittenwidriger“ Kreditverträge und ausländischer Heuschrecken. [ak]

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