Primacom wehrt sich gegen einstweilige Verfügung

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Mainz – Die Primacom AG will Rechtsmittel gegen die einstweilige Verfügung des Investors Apollo Management einlegen.

Die Apollo Management hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass sie eine einstweilige Verfügung gegen Primacom erwirkt hat, um den Verkauf der holländischen Tochtergesellschaft Multikabel ohne ihre Zustimmung zu verhindern.
 
Die Primacom AG steht eigenen Angaben zufolge in fortgeschrittenen Verkaufsverhandlungen, in denen sich abzeichnet, dass die Gesellschaft deutlich über 500 Millionen Euro für Multikabel erlösen könnte. JP Morgan und Apollo hatten im Rahmen des SPA im Juni 2004 bereits dem Verkauf der Multikabel für lediglich 430 Millionen Euro an UPC/Liberty Media zugestimmt.
 
Vor dem Beginn der Verkaufsverhandlungen wurden nach Angaben der Primacom alle Senior- und Junior Banken um Zustimmung gebeten. Während sich die Zustimmung der Senior-Banken abzeichnet, haben die SSL-Banken noch keine Bedingungen für ihre Zustimmung genannt.
 
Der Verkauf ist ein wichtiger Schritt in dem derzeit eingeleiteten Restrukturierungsprozess, durch den die gesamten erstrangig besicherten Kreditverpflichtungen zurückgeführt und die Gesellschaft von Zins- und Tilgungszahlungen entlastet werden könnte. Die Primacom ist der Ansicht, dass sich durch den Verkauf sowohl die Situation der Gesellschaft, als auch die der Gläubiger und Aktionäre verbessern wird.
 
Die Gesellschaft will sich trotz des Versuchs einiger Gläubiger, eine Restrukturierung zu verhindern, nicht davon abhalten lassen, diese konsequent weiterzuführen und will nun Rechtsmittel gegen die einstweilige Verfügung einlegen. [fp]

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  • Empfang_Kabel_Artikelbild: © soupstock - Fotolia.com

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