Primacom wird verkauft

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Ein Tochterunternehmen des Finanzinvestors Apollo und der JP Morgan Chase Bank übernimmt den Kabelnetzbetreiber Primacom.

Die Primacom AG hat mit der BK Breitband Kabelnetz Holding GmbH einen Kauf- und Verkaufsvertrag geschlossen und erhält von der Hamburger Gesellschaft 5 Mio. Euro in bar. Anschließend soll die Primacom aufgelöst werden, so der Plan von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft, den man auf der für Juni 2004 geplanten Hauptversammlung verabschieden will.
 
Die Geschäfte werden von der neuen Holdinggesellschaft weitergeführt, hinter der die Hauptschuldner Apollo und JP Morgan stehen. Die BK Breitband erlässt dem Kabelnetzbetreiber sämtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit einem Darlehen über 375 Euro. Im Ergebnis soll die Gesellschaft fast vollständig von ihren gegenwärtigen Schulden befreit sein.
 
Primacom ist mit über einer Million angeschlossenen Kabelhaushalten einer der größeren Netzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen verbindet dabei das regionale Netz mit den einzelnen Haushalten. Primacom, bisher eine Beteiligung von United Pan Europe Communications, hat in den ersten neun Monaten 2003 einen Umsatz von 135,2 Millionen Euro eingefahren. Trotz einess operativen Gewinns lasteten aber enorme Schulden auf dem Unternehmen – zuletzt war von 946,8 Millionen Euro die Rede. [fp]

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