Reanalogisierung – so funktioniert der Schritt in die Vergangenheit

8
146
Bild: © soupstock - Fotolia.com
Bild: © soupstock - Fotolia.com
Anzeige

Leipzig – Einige Kabelnetzbetreiber können nicht kurzfristig auf die analoge Zuführung der von ihnen distribuierten Sender verzichten. Deshalb verhandeln Sender und Kabelnetzbetreiber derzeit über ein abgestimmtes Abschaltszenario der analogen Fernsehkanäle.

Anzeige

Ein möglicher Weg, den Kabelkunden im digitalen Zeitalter auch weiterhin zu versorgen, ist die so genannte „Reanalogisierung“ digital zugeführter Programme.
 
Kabel Deutschland erklärt DIGITALFERNSEHEN.de das Konzept so: „Von Reanalogisierung spricht man, wenn die bisherige Verbreitung eines TV-Programms in analoger Form eingestellt wird, nur noch digital verbreitet wird, jedoch im Breitbandkabelnetz noch weiter analog verbreitet werden soll.
 
Die betreffenden digitalen Signale werden empfangen, transcodiert, moduliert und im bisherigen analogen Format mit Hilfe eines so genannten Transcoders in das jeweilige Kabelnetz eingespeist. Besagter Transcoder selektiert Bild und Ton sowie Begleitinformationen und bereitet sie als analoges TV-Signal auf.
 
Kunden am Breitbandkabelnetz können somit reanalogisiertes Programm unverändert mit ihren vorhandenen analogen TV-Geräten weiter empfangen. Ein neues Empfangsgerät ist nicht erforderlich.“.
 
Der unverhoffte Bedarf an solchen Transpondern könnte zu einer Sonderkonjunktur bei den Herstellern derselben führen, die derzeit auf der Anga-Messe in Köln ihre Produkte zur Schau stellen.
 
Kabel Deutschland rechnet damit, dass ein Umstellungsprozess in den eigenen Netzen rund zwei Jahre dauert. [mg]

Bildquelle:

  • Empfang_Kabel_Artikelbild: © soupstock - Fotolia.com
Anzeige

8 Kommentare im Forum

  1. AW: Reanalogisierung - so funktioniert der Schritt in die Vergangenheit Jeder sollte einen subventionierten Receiver inklusive Smartcard bekommen. Damit kann er alles digital empfangen, was er bisher analog auch sehen konnte. Die Gebühren sollten im Preis des Kabelanschlusses enthalten sein, so dass niemand mehr bezahlen muss. Dazu muss dem Kabelkunden mitgeteilt werden, dass er ab einem bestimmten Datum nur noch alles digital empfängt. Solange es nicht mehr kostet, als bisher, dürfte sich niemand beschweren.
  2. AW: Reanalogisierung - so funktioniert der Schritt in die Vergangenheit man kann nur nicht von den vielen technisch-unbegabten, gerade auch älteren menschen erwarten, dass sie so eine zusatzbox bedienen können, geschweige denn jmd dazu zwingen mehr strom zu verbrauchen. wäre das digitale signal zumindest alles was analog frei verfügbar ist, auch digital uncodiert, könnten viel mehr IDTV verkauft werden! dafür braucht man kein großes umdenken außer einer neuen Fernbedienung. der verschlüsselungswahn in verschiedenster art und weise verunsichert den kunden
  3. AW: Reanalogisierung - so funktioniert der Schritt in die Vergangenheit Das Problem hierbei ist nur der Fernseher im Wohnzimmer, der Fernseher Kinderzimmer und der Fernseher im Schlafzimmer und der 4. in der Küche, für jeden wäre ein Receiver notwendig. Ich denke, davor und vor den Kundenprotesten haben die Kabelnetzbetreiber angst. Wir "Digitalis" haben ja nur Angst, dass die Analogen wertvolle Frequenzen im Kabel wegnehmen, die für HDTV fehlen. Ich wäre für einen Kompromiss, die analogen Sender Stück für Stück abschalten und damit sofort beginnen. Sobald ein Kanal fehlt und wenn es nur CNN ist, überlegen sich die Analogkunden vielleicht den Umstieg. Im digitalen Bereich sollte man darauf verzichten jeden Müll einzuspeisen. Spartensender wie Tier TV oder Deutsches Gesundheitsfernsehen hatten es wirklich nicht verdient Frequenzen zuzumüllen, da reicht die Verbreitung über das Internet völlig aus, denn da ist unbegrenzt Platz.
Alle Kommentare 8 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum