Routerfreiheit erweist sich als Erfolgsmodell

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Mehr Marktvielfalt dank Zwanglosigkeit. Ein Jahr nach Abschaffung des Routerzwangs wird Bilanz gezogen. Gibt es keinerlei Nachteile bei der Endgerätefreiheit?

Bei der Wahl des Routers haben Nutzer freie Wahl. Und das ist auch gut so, findet der Verbund der Telekommunikations-Endgerätehersteller (VTKE). Das war noch nicht immer so: Erst im November 2015 wurde durch den Bundestag der Routerzwang abgeschafft. Seit August 2016 gilt das nicht nur für Neukunden, sondern auch für Bestandskunden. 

Das erste Jahr Endgerätefreiheit neigt sich also dem Ende und der Verbund zieht das Resümee „Erfolgsmodell“. Viele Anwender entscheiden sich demnach für den Kauf eines Geräts im Handel. Außerdem führt die freie Endgerätewahl zu mehr Vielfalt am Markt.
 
Der wiederhergestellte Wettbewerb um das beste Endgerät bringt vor allem Vorteile für den Verbraucher. Die Auswahl an innovativen, leistungsfähigen Produkten steigt. Jeder kann genau das Produkt finden, dass seinen Anforderungen entspricht.
 
Es gibt, so der VTKE, keine technischen Gründe, die gegen die Endgerätefreiheit sprechen. Auch die Stiftung Warentest kam im aktuellen Routervergleich (5/2017) zum Schluss, dass sich für Anwender, die „ein Multitalent statt nur ein Brot-und-Butter-Gerät“ suchen, der Kauf eines eigenen Routers lohne. Das Modell scheint Anhänger zu finden: Nach Deutschland planen aktuell weitere Länder die Abschaffung des Routerzwangs. [PMa]

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27 Kommentare im Forum

  1. Was nützt die Endgerätefreiheit, wenn es nur einen geeigneten Router für Telekom Hybrid gibt.
  2. Bei allem Respekt aber diese Schlussfolgerung ist aus meiner persönlicher Sicht ausgemachter Mumpitz bzw. möchte ich ihn auch den Alternativen Fakten zuordnen - Zumindest was den Bereich Kabelnetz angeht. Der ganze Artikel liest sich so, daß die Informationen nur von der VTKE kommt und ich unterstelle denen mal, daß sie sich die Situation besser reden als sie in Wirklichkeit ist. Ich würde mir wünschen, daß die Aussagen vom VTKE mit konkreten und vor allem "ehrlichen" Zahlen untermauert werden und damit meine ich z.B. wie viele freie Router/Modems etc. wurden tatsächlich pro Monat und Jahr nun unter das Volk gebracht, im Verhältnis zu Endgeräten die vom Anbieter zur Verfügung gestellt worden sind. Schaut man sich den Kabelmarkt an, so hat bisher einzig und allein AVM als einziger Anbieter Kabelmodems für den freien Markt und andere Anbieter fehlen immer noch, trotz Ankündigungen, welche auch schon mind. ein Jahr zurück liegen. Alle anderen Kabelmodems, welche sich die Nutzer aus eBay oder anderen dubiosen Quellen besorgen, stammen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht aus einem öffentlichen Markt und werden zudem auch nie offizielle irgendwelche Firmwareupdates erhalten, weil der Markt für Kabelmodems ein B2B getriebener Bereich ist. Wie soll es dann bitte dort mal in Zukunft mit der Sicherheit aussehen, welche ja auch immer wieder für die Aufhebung des Routerzwangs vorgetragen worden ist. Bei einem normalen Gateway ohne DSL- oder Kabelmodem, welcher auf den freien Markt verfügbar ist, kann man ja vielleicht auf Netgear oder TP-Link verweisen aber ich gehe mal davon aus, daß z.B. bei den Kabelmodems die Hersteller einfach mit den Achseln zucken und sagen: "Tut uns leid, wir sind nicht auf ein Endkundengeschäft ausgerichtet und beliefern nur Anbieter die bei uns in Massen Kabelmodems einkaufen". Bei der Suche nach der Quelle der VTKE lande ich via lobbyfacts.eu an folgender Adresse: Address Head office: Alt-Moabit 90a Berlin 10559 Germany Alles klar! Ich hätte mir zum ersten Jahrestag einen Artikel gewünscht, welcher mehr Fleisch auf den Rippen hat.
  3. Das ist aber auch ein sehr spezielles Produkt, Magenta Zuhause Hybrid hat nur einen geringen Marktanteil. Dementsprechend wenige Router gibt es dafür.
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