Schweiz: Kabelnetze streiten um das Recht auf Live-Fußball

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Die Exklusivrechte des Schweizer Pay-TV-Anbieters Teleclub für Fußball- und Eishockeyspiele sind seit heute Gegenstand eines Verfahrens der Wettbewerbskommission. Der Grund: Teleclub ist zu großen Teilen im Besitz des IP-Netzbetreibers Swisscom, der zahlreiche Programme mit Livespielen exklusiv übertragen darf. Andere Netzbetreiber fühlen sich benachteiligt.

Zum heutigen Donnerstag (4. April 2013) hat die Wettbewerbskommission in der Schweiz ein Verfahren gegen Swisscom und die Cinetrade eröffnet. Hintergrund ist die umstrittene Vergabepraxis von Übertragungsrechten für Schweizer Fussball-und Eishockeyspiele. Wie der Swisscom-Konkurrent UPC Cablecom mitteilte, begrüßt das Unternehmen das Verfahren.

Seit der teilweisen Übernahme des Pay-TV-Anbieters Teleclub durch Swisscom wird ein Großteil der Sender des Anbieters nur noch in den IPTV-Netzen von Swisscom verbreitet, während Kunden anderer Netzbetreiber wie etwa UPC Cablecom außen vor bleiben. Dies ist insofern problematisch, da Teleclub die Live-Übertragungsrechte für zahlreiche Sporthighlights aus den Bereichen Fußball und Eishockey besitzt.
 
Eric Tveter, Geschäftsführer des Kabelnetzbetreibers UPC Cablecom, spricht in diesem Zusammenhang von einer systematischen Abschottung des Marktes. Er fordert eine neue Vergabepraxis für die Sportrechte, bei der mehrere Anbieter berücksichtigt werden: „Nur eine Verbreitung über verschiedene Plattformen und Anbieter schafft Wettbewerb und garantiert die grösste Anzahl Zuschauer für den Schweizer Sport.“ Die Kunden sollten nicht gezwungen werden, mit ihren Abogebühren ein Monopol zu finanzieren. [ps]

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