Telekom baut Glasfaser-Netze in zehn Städten auf

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Die Deutsche Telekom will in diesem Jahr schnelle Glasfaser-Netze in zehn deutschen Städten aufbauen. Insgesamt sollen 160 000 Haushalte versorgt werden.

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Mit den neuen Glasfaseranschlüssen sollen Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im Download und bis zu 0,5 Gigabit pro Sekunde im Upload möglich sein. Diese Entscheidung sei ein klares Bekenntnis für den Heimatmarkt, sagte Niek Jan van Damme, Vorstand der Deutschen Telekom AG und zuständig für das Deutschlandgeschäft. Die neuen Glasfaser-Netze sollen rund 160 000 Haushalte versorgen. Zudem soll Köln in diesem Jahr komplett mit dem schnelleren Mobilfunk-Datenstandard LTE abgedeckt werden.
 
Wie die Telekom mitteilte, sollen ausgewählte Stadtteile der Städte Braunschweig, Brühl, Hannover, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt 2011 mit Glasfaser versorgt werden. Die Telekom favorisiert beim Ausbau die Fibre to the Home (FTTH) Lösung, d. h. Glasfaserleitungen bis in die Wohnung der Kunden. Voraussetzung für den Ausbau und letztendlich auch für maximale Geschwindigkeiten sind moderne Gebäudenetze. „Wir müssen beim Ausbau mit den Eigentümern zusammenarbeiten und uns gemeinsam auf den Weg in Richtung Gigabit-Gesellschaft machen. Dadurch steigt nicht nur der Wohnwert, sondern auch die Attraktivität einer Immobilie“, so Niek Jan van Damme.

2010 starteten die Glasfaser-Pilotprojekte in Hennigsdorf und Braunschweig. Außerdem wurde ein Pilot-Haushalt in Dresden per Glasfaser-Direktanbindung (FTTH) mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s versorgt (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). VDSL steht in 50 deutschen Städten zur Verfügung und mehr als 60 Prozent der Haushalte in Deutschland können mit Übertragungsraten von 6 bis 16 Mbit/s surfen.
 
Gründe für den Ausbau des Netzes dürften auch das Internet-basierte Angebot „Entertain“ sei. Dort will der Konzern künftig neben HD-Fernsehen auch 3D-TV anbieten. „Es gibt einen riesigen Hunger nach mehr Bandbreite“ so van Damme. Im Zuge des Netzausbaus will die Telekom in diesem Jahr 600 000 Haushalte mit VDSL-Leitungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit pro Sekunde versorgen. Schnelle Netze sind laut van Damme wichtig, damit sich der aktuelle Trend zum Cloud Computing entwickeln kann.
 
In diesem Zusammenhang apellierte der Telekom-Manager an die Politik: Wichtig sei es, einen „Flickenteppich“ lokaler Glasfasernetze in Deutschland zu vermeiden. Deshalb müsse sich die Branche auf einen gegenseitigen, offenen Netzzugang einigen, appellierte van Damme. Außerdem verlangte er „Planungssicherheit“ bei der Nutzung der Glasfasernetze. Eine Exklusivität für zwei oder drei Jahre reiche nicht aus. „Am Ende des Tages müssen wir das Geld auch wieder zurückverdienen.“ Die Telekom fühlt sich von der EU-Kommission bedroht, die eine stärkere Öffnung der Netze durchsetzen will. [mw]

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