Unitymedia: Kabelklau schuld an Ausfällen im Raum Rheinberg

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Dass manchmal unabhängig vom Betreiber das Internet temporär ausfällt, kommt im infrastrukturell hinterher hinkenden Deutschland dieser Tage gar nicht so selten vor. Dass hinter einem solchen Vorfall der Diebstahl eines Kabels steckt, hingegen schon.

Kabeldiebe haben in der Nähe von Rheinberg auf insgesamt 200 Meter Länge ein von Unitymedia verwendetes Glasfaserkabel entwendet. Dadurch sind momentan 2500 Haushalte in der Region seit zwei Tagen ohne Internet und Festnetz.

Die Fernsehverbindung ist nicht betroffen, da Unitymedia das TV-Signal übergangsweise über eine mobile Satellitenverbindung vor Ort einspeist. Da das entwendete Kabel jedoch nur angemietet ist, lässt sich die missliche Lage für die Betroffenen nicht so schnell beheben, wie es wünschenswert wäre. Die Reparaturen müssten eigentlich vom lokalen Energieversorger vorgenommen werden und an den Oberleitungen aufgrund strenger Sicherheitsvorschriften nur bei Tageslicht und guten Wetterverhältnissen gearbeitet werden.

Diese Arbeiten sind ein zeitintensives und aufwendiges Unterfangen und werden aller Voraussicht nach bis zum kommenden Mittwoch (24. Oktober) andauern. Unitymedia prüft deshalb zurzeit, ob sich in Eigenregie eine provisorische Leitung über eine Länge von 1,6 Kilometern legen lässt.

Voraussichtlich werden die betroffenen Kunden jedoch über einen Zeitraum von insgesamt knapp einer Woche kein Internet und Festnetz haben. [bey]

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5 Kommentare im Forum

  1. Hat da ein Depp beim Diebstahl Kupferkabel und Glasfaserkabel verwechselt? Na gut, anderswo wurden schon aufwendigst Konto-Auszugsdrucker aus der Wand gerissen und abtransportiert, während man den Geldautomaten stehen ließ... Bei der Eisenbahn hat man es da vergleichsweise gut: man schaltet so schnell wie möglich nach Fertigstellung eines elektrifizierten Abschnittes die Fahrdrahtspannung auf, weil 15 kV eine recht gute Diebstahlsicherung darstellen. Sonst bekommt das Zeugs auch dort sehr schnell Beine.
  2. Bei der Bahn verwenden die Diebe gern an der Schiene geerdete Wurfanker. Da gibt es einen Kurzschluss und der Strom ist vorerst aus.
  3. Die stellt die Bahn aus Sicherheitsgründen übrigens selbst an vielen Stellen wie z.B. Bahnhöfen und Haltepunkten öffentlich zugänglich zur Verfügung.
  4. na da unterhalten sich die Experten und haben trotzdem keine Ahnung. Nicht die Oberleitungen der Bahn werden gekappt und/oder kurz geschlossen. Die Erdkabel die im Boden liegen werden von Kupferdieben gestohlen. Und ausserdem werden die gegen Stahl-Aluminium-Erdungskabel ausgetauscht. Aber Kupferdiebstahl lohnt eh nicht mehr, zumindest hat man lange nichts mehr gehört das die Eisenbahn wegen Kupferdiebstahl einen Ausfall hatte. Das war zu 2010er Beginn noch anders Schwerer Kampf gegen nächtliche Banden
  5. Das inzwischen weniger Buntmetall bei der Bahn gestohlen wird, dürfte eine Reaktion darauf sein das die Deutsche Bahn seit Ende 2011 an ihren Fahrleitungen künstliche DNA als Vorbeugemaßnahme gegen Buntmetalldiebstahl einsetzt.
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