Unitymedia macht 2017 Schluss mit Analog-TV

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Nachdem lange nur diskutiert wurde, prescht Unitymedia nun weiter voran und setzt die Volldigitalisierung beim Kabelfernsehenum: Schon 2017 soll die Analogabschaltung abgeschlossen sein.

Der Wechsel von analog auf digital steht im Kabelnetz noch an, bisher wird allerdings mehr diskutiert als getan. Anfang des Jahres hat die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) nun ein Datum genannt: 2018 soll im Kabelnetz der Umstieg auf den digitalen Fernsehempfang abgeschlossen sein. Doch Unitymedia, bisher schon Vorreiter bei der Analogabschaltung im Kabel, wird noch schneller sein. Nachdem der Kabelnetzbetreiber im letzten Jahr als erster Anbieter sukzessive mit der Analgabschaltung begonnen hatte, gibt man nun Vollgas. Bereits 2017 macht Unitymedia mit dem analogen Kabel Schluss.

Zum 30. Juni 2017 wird der Kabelnetzanbieter sein analoges TV-Programm einstellen, wie Unitymedia Montagvormittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Landesmedienanstalten aus dem Unitymedia-Verbreitungsgebiet bekannt gab. Damit wird Unitymedia als erster deutscher Kabelanbieter die Volldigitalisierung beim Kabelfernsehen umsetzen. Die Zuschauer sollen mit einer entsprechenden Kampagne auf diesen Schritt vorbereitet werden.
 
„Wir schöpfen zukünftig das volle Potential unserer Netze aus und sind 100 Prozent digital – auch im Fernsehen“, erklärte Lutz Schüler, CEO von Unitymedia. Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, fügte hinzu: „Nach Satellit und Terrestrik wird demnächst – endlich! könnte man sagen – auch das Kabel volldigitalisiert sein. Damit ist die Schlussmelodie gespielt in der Umstellung von analog auf digital.“
 
Der Abschaltung vorangehen soll dabei ein Pilotprojekt, bei dem Unitymedia ab September die Volldigitalisierung im Vorfeld testen will. So werden in Hanau im Rhein-Mein-Gebiet schon in diesem Jahr alle analogen TV-Kanäle abgeschaltet, sodass dort schon zu diesem Zeitpunkt nur noch digitale Fernsehsender zu empfangen sein werden. Die Pilotstadt Hanau werde den Weg zur Digitalisierung ebnen, erklärte Joachim Becker. Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. „Wir werden dies mit Rat und Tat begleiten.“
 
Die Landesmedienanstalten von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg begrüßen den Schritt, den Unitymedia nun gehen will. Die Kapazitäten, die durch die Analogabschaltung frei werden, will Unitymedia in alle digitalen Dienste stecken. „Durch die Abschaltung der analogen Kanäle wird mehr Platz für digitale Angebote geschaffen“, verspricht Thomas Langheinrich, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. [kw]

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