UPC Cablecom wehrt sich gegen Vorwürfe von Teleclub

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Der Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom hat die Vorwürfe von Teleclub zurückgewiesen, wonach er die Einspeisung der HD-Sender des Pay-TV-Anbieters blockieren würde. Die Vorwürfe seien lediglich ein Ablenkungsmanöver, während Teleclub seinerseits die Sublizenzierung von Sportrechten durch UPC Cablecom verhindern würde.

Der Schweizer Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom hat die Vorwürfe des Pay-TV-Anbieters Teleclub zurückgewiesen, wonach die Einspeisung weiterer HD-Programme durch die Cablecom verhindert würde. Wie der Netzbetreiber am Montagnachmittag mitteilte, hätte man sich seit Sommer 2012 in Verhandlungen mit Teleclub bezüglich einer HD-Einspeisung befunden. „Mitten in diesem Prozess schreibt Teleclub in einer Mitteilung von heute, dass UPC Cablecom für die Verbreitung des Programmangebotes unangemessene und diskriminierende Konditionen erzwingen wolle“, so ein Statement von UPC Cablecom.

Der von Teleclub vorgebrachte Vorwurf sei falsch, da sich die Verhandlungen bisher auf technische Fragen konzentriert hätten. Kommerzielle Bedingungen seien dabei noch nicht zur Sprache gekommen. „Auch zur Kapazitätsnutzung des Netzes von UPC Cablecom durch Teleclub haben beide Parteien vereinbart, dies im Rahmen der HD-Verhandlungen zu regeln. UPC Cablecom hat hierzu bereits mehrfach Bereitschaft signalisiert“, so der Netzbetreiber weiter. Man hoffe, dass Teleclub diese Gespräche jetzt nicht abbrechen wird.
 
Der Kabelnetzbetreiber interpretiert die jüngsten Vorwürfe des Pay-TV-Anbieters als Ablenkungsmanöver von den derzeitigen Untersuchungen der Wettbewerbskommission (Weko) gegen Teleclub und den Mutterkonzern Swisscom. Darin überprüft Weko, ob der Pay-TV-Anbieter seine Exklusivrechte für verschiedene Sportevents missbraucht, um anderen Anbietern wie UPC Cablecom den Zugang dazu zu verweigern. Der Kabelanbieter hatte in diesem Falle im April seinerseits Anzeige bei der Weko gegen die Teleclub-Mutter Swisscom erstattet.
 
Teleclub wirft hingegen UPC Cablecom vor, mit den Forderungen nach einer Übertragung der Live-Sport-Events in den eigenen Netzen nur davon ablenken zu wollen, dass mit überhöhten Forderungen nach Einspeiseentgelten, die Einspeisung von HD-Sendern des Pay-TV-Anbieters verhindert werde. Letztlich, so scheint es, haben beide Seiten etwas, das die Gegenseite verlangt. UPC Cablecom fordert die Sublizenzierung wichtiger, von Teleclub gehaltener Sportrechte für seine Kunden, während der Pay-TV-Anbieter mehr HD-Sender zu fairen Bedingungen in die Netze von UPC Cablecom bringen will. Eine schnelle Einigung erscheint derzeit dennoch unwahrscheinlich, denn Teleclub ist bekanntermaßen ein Tochterunternehmen des größten Cablecom-Konkurrenten Swisscom.
 
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8 Kommentare im Forum

  1. AW: UPC Cablecom wehrt sich gegen Vorwürfe von Teleclub Ob man diese Schlammschlacht vielleicht so deuten kann, dass TC (HD) auch bald via Sat senden wird, wie es schon SF und 3+ machen?
  2. AW: UPC Cablecom wehrt sich gegen Vorwürfe von Teleclub du bringst da was durcheinander. srf und 3+ sind sender wie ard und pro7. tc ist eine pay-tv plattform, also wie sky. tc ist aber nicht unabhängig, gehört zum ehemals staatlichen monopolisten und iptv-anbieter swisscom. also so, wie wenn sky der telekom gehören würde... was die kindischen zickereien zwischen umkbw uns sky aber mindestens etwas verständlicher machen würde... in beiden ländern wird es auf dem rücken der kunden ausgetragen.
  3. AW: UPC Cablecom wehrt sich gegen Vorwürfe von Teleclub Wenn es bei der Muttergesellschaft (Swisscom) klappt mit dem HD, aber bei der Konkurrenz nicht (UPC), was spräche dagegen via Sat zu senden? Damit würde doch TC weitere zufriedenere Kunden via Sat gewinnen können, wenn sie wo anders unzufrieden sind.
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