Vodafone legt Aktionären offizielles Kaufangebot für KDG vor

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Vodafone hat den Aktionären von Kabel Deutschland nun sein offizielles Kaufangebot vorgelegt. Die Aktionäre haben bis zum 11. September Zeit, die Offerte von 87 Euro je Aktie anzunehmen.

Der britische Mobilfunkriese Vodafone hat den Aktionären von Kabel Deutschland am Dienstag sein offizielles Übernahmeangebot von 87 Euro je Aktie vorgelegt. Bereits Ende Juni hatten sich die Führungsspitzen beider Unternehmen auf eine Übernahme zu diesen Konditionen geeinigt. Eine Frist zur Annahme der aktuellen Offerte durch die Aktionäre soll bis zum 11. September diesen Jahres laufen. Einen Abschluss der Übernahme, selbstverständlich unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung, plant Vodafone nach Angaben des „Handelsblatt“ bis Oktober.

Insgesamt muss Vodafone zu den vereinbarten Konditionen 7,7 Milliarden Euro für die Übernahme des deutschen Kabelriesen auf den Tisch legen. Hinzu kommen noch einmal 3 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten, die Kabel Deutschland nach wie vor gegenüber Dritten hat. Aufgrund der geplanten Auszahlung einer Dividende in Höhe von 2,50 Euro je Aktie an die Kabel-Deutschland-Aktionäre im Oktober wird der tatsächliche Preis für Vodafone allerdings auf 84,50 Euro sinken, wodurch Vodafone effektiv etwas weniger Geld ausgeben müsste.
 
Sollte es von Seiten des Bundeskartelamts keine wettbewerblichen Bedenken bezüglich einer Übernahme geben, so rechnet man bei Vodafone bereits bis Ende des Jahres mit einem vollständigen Abschluss der Übernahme. Für den Fall, dass es anders kommt und eine zweite Phase des Prüfverfahrens anberaumt wird, könnte sich der Prozess noch bis ins Frühjahr 2014 hinziehen. 
 
Homepages:
www.vodafone.de
www.kabeldeutschand.de[ps]

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2 Kommentare im Forum

  1. AW: Vodafone legt Aktionären offizielles Kaufangebot für KDG vor Nach dem es hier so ruhig ist und der Artikel so dünn, trage ich an dieser Stelle sehr gerne noch etwas Erhellendes zum Freiwilligen Öffentlichen Übernahmeangebot der Vodafone Vierte Verwaltungsgesellschaft mbH an die Aktionäre der Kabel Deutschland Holding AG bei. Interessant dürften wohl die Rahmenbedingungen sein, die letztendlich all das unterstreichen was ich bereits zur Übernahme geschrieben hatte und recht positiv sehe; [Es folgt nun ein Fullquote aus der offiziellen Angebotunterlage mit Hervorhebungen durch mich] Ich hoffe mit der Veröffentlichung dieses "Statement of Intent" ist den ganzen Hypochondern und Quartalsirren ("Oh Mein Gott, wir werden alle auf Vodafone IPTV umgeschaltet und das Koaxkabel wird aus den Häusern gerissen..." <- ja, kein Spaß! Ich habe auch schon einiges in der Richtung gelesen) nun ein wenig der Riegel vorgeschoben. Whuuuusa für alle! Interessant ist auch, dass die Fusion - wie von mir bisher auch immer behauptet - offenbar wirtschaftlich tatsächlich auf der technischen Säule ruht und nicht auf der personellen Schiene gefahren wird. Das findet sich auch an mehreren Stellen des rund 80-seitigen Papieres wieder. Sprich, wenn Stellenabbau, dann über die natürliche Fluktuation. Massenkündigungen der Stammbelegschaft sind damit im Prinzip ausgeschlossen. Das heißt für uns Vodafone- und KD-Kunden - der Service bleibt also erstmal für uns alle auf dem bekannt beschi*senen oder - je nach Perspektive - supertollen Niveau.
  2. AW: Vodafone legt Aktionären offizielles Kaufangebot für KDG vor Aber nur von Leuten, die nicht den geringsten Schimmer von der Materie haben. Es war von Anfang klar, dass ein, wenn nicht der, Hauptgrund für den Kauf ist, den Anteil der DSL-Kunden zu reduzieren, indem diese mit günstigen, aber dennoch für Vodafone profitableren, Angeboten auf Kabel umgestellt werden. Denn alle alternativen DSL-Provider müssen - je nach Anschlussart - bis zu etwa 20(!) Euro pro Monat an die Telekom zahlen.
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