Vodafone schaltet bei Kabel-Homebox TV-Streaming frei

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Die Vodafone Mietversion der AVM Fritzbox 6490 unterscheidet sich nun nur noch im einem wesentlichen Punkt von der freizügigeren Kaufversion.

Die von Vodafone Kabel Deutschland für 5 Euro im Monat zur Miete angebotene AVM Fritzbox 6490 war bisher bei vielen Kunden als „kastrierte Providerbox“ bekannt. Der Miet-Router mit eingebautem WLAN-Access-Point und DECT-Sendestation hat eine spezielle von Vodafone Kabel Deutschland angepasste Firmware, die nur vom Provider aktualisiert werden kann.

Bei der Firmware-Version hinkte der Provider bisher teilweise um bis zu einem Jahr gegenüber den von AVM frei im Handel verkauften Geräten hinterher. Zusätzlich waren bisher zwei westliche Punkte im Einstellungsmenü für die Mietkunden deaktiviert: Die DVB-C-Streamingfunktion sowie die Möglichkeit auch andere Telefonanbieter neben Vodafone Kabel Deutschland einzutragen. Letzteres Feature wird bei Fritzboxen gerne von Kunden genutzt um eine „Call-By-Call-Funktionalität“ in der All-IP-Welt nachzubilden. Für gewissen Ziele wie beispielsweise die Mobilfunknummern oder das Ausland können so günstigere Telefonprovider eingetragen werden. Klar, dass die Netzbetreiber das zumindest in Mietgeräten unterbinden wollen. Auch bei dem neuen Update für die Mietbox ist diese Funktion weiterhin deaktiviert.
 
Bei der gerade ausgespielten Firmwareversion 6.87 (kdg) erhalten die Vodafone-Mietkunden jedoch nun erstmals Zugriff auch auf die von Anfang an eingebaute DVB-C-Funktionalität, die ähnlich wie Sat-IP funktioniert. Die Homebox empfängt die DVB-C-TV und Radioprogramme und setzt diese als IP-Signale um. Im Heimnetzwerk kann man nun mit „Second-Screens“ sowie Smartphone, Tablet oder Computer die Fernsehprogramme einfach auch über WLAN empfangen.
 
Vodafone hatte lange Zeit gehadert, ob man dieses Feature seinen Kunden freischalten könne. Ob hierzu zusätzliche Urheberrechtsvereinbarungen mit den TV-Sendern nötig seien, oder ob man dieses Feature optional gegen Aufpreis vermarkten könne. „Aufgrund des uns erreichten Kunden-Feedbacks ist das DVB-C-Feature nun enthalten“, so eine Vodafone-Sprecherin gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.
 
Selbst reine Kabel-Internet-Kunden haben nun diese Funktionalität in ihrer Mietbox freigeschaltet, auch wenn sie keinen TV-Vertrag mit Vodafone abgeschlossen haben. In diesem Falls darf der DVB-C-Empfang der Fritzbox nicht genutzt werden, auch wenn es in den meisten Fällen technisch funktionieren würde.

[Stefan Hofmeir]

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