WDR weist MHP-Vorwürfe zurück

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Köln – Der WDR hat den Vorwurf zurückgewiesen, er wolle durch sein Bestehen auf den digitalen Fernsehstandard MHP (Multimedia Home Plattform) die Digitalisierung der Kabelnetze verzögern sowie preiswerte digitale Kabel-Empfangsboxen verhindern.

„Von einem Verbot preiswerter Basisboxen für das Digitalfernsehen könne keine Rede sein“, sagte der Technische Direktor des WDR Dr. Dieter Hoff in Köln. Hoff reagierte damit auf eine Presseerklärung des Kabelverbandes Deutschland, der behauptet hatte, der WDR habe einen MHP-Zwang gefordert und wolle auf diese Weise preiswerte Basisboxen für den Digitalfernsehempfang verhindern.
 
„Wir legen größten Wert darauf, dass interaktive Fernsehangebote ausschließlich nach dem von der EU vorgegebenen Standard MHP empfangen werden können. Empfangsboxen mit anderen Standards können solche interaktiven Fernsehangebote nur eingeschränkt empfangen“, betonte Hoff. MHP ist die Basis für interaktives Fernsehen, bei dem Zuschauer sich aktiv an Sendungen beteiligen können. Auf der Internationalen Funkausstellung IFA 2003 in Berlin hatten ARD, ZDF und RTL erstmals Beispiele für interaktive Programme auf MHP-Basis präsentiert.
 
WDR-Intendant Fritz Pleitgen hatte Anfang September auf der IFA neue Impulse und Initiativen zur Einführung des digitalen Fernsehstandards MHP gefordert. Neben der Bundesregierung hatte Pleitgen dabei auch Kabelgesellschaften kritisiert, die angekündigt hatten, Empfangsboxen ohne MHP-Standard einzuführen. Er hatte die Kabelbetreiber aufgefordert, MHP-Boxen an ihren Netzen zuzulassen und für deren volle Funktionalität zu sorgen. Gegebenfalls sollten sie dazu gesetzlich verpflichtet werden. [fp]

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