Weniger Bandbreite als versprochen – Vodafone lost im Test ab

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Bild: © soupstock - Fotolia.com
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Vodafone unterschreitet die werbewirksam suggerierten Traum-Bandbreiten notorisch, stellt der jährliche Festnetztest von Connect fest. So liegt das Unternehmen noch hinter der Telekom trotz deren Kupferkabel-Nostalgie.

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Alle Jahre wieder führt das Branchenmagazin „connect“ einen akribischen Test der deutschen Internet-Anbieter durch. Dabei muss sich der britische Leviathan Vodafone trotz Einverleibung des Kabel Deutschland-Netzwerks mit dem letzten Platz zufrieden geben. Grund dafür ist die Tatsache, dass die versprochenen Breitbandverbindungen seitens Vodafone schlichtweg nicht immer geliefert werden.

Während sich die Telekom in der Vergangenheit oft mit dem Vorwurf konfrontiert sah, den Wechsel von Kupferkabel auf Glasfaser verschlafen zu haben, verfügt Vodafone mit dem vor wenigen Jahren übernommenen Kabel Deutschland-Netz eigentlich über die wesentlich schnelleren Verbindungswege. 
 
Doch wer vielerorts die vor wenigen Jahren noch illusorisch wirkenden Bandbreiten von 500/50 Mbit/s anbietet, muss auch liefern. Laut „connect“ bleibt die Erfüllung des Werbeversprechens jedoch zu häufig aus. Die Telekom bietet derartig schnelle Internetverbindungen vielerorts nicht einmal an – und muss sich somit auch nicht an derlei hohen Leistungsmerkmalen messen lassen.
 
Bis 2025 soll der deutschlandweite Netzausbau so weit vorangeschritten sein, dass überall Übertragungsgeschwindigkeiten im Gigabit-Bereich möglich wären. Bis dahin bleibt den Nutzern oft nur die Wahl zwischen dem streckenweise veralteten Telekom-Netz und den Kabelnetzen von Vodafone und 1&1 – die im Gegensatz zu Glasfaser durch großflächige Nutzung zu Überlastungserscheinungen neigen: Das Internet ist dann schlichtweg nicht so schnell, wie versprochen.
 
Immerhin ist das Angebot von Vodafone laut Handelsblatt immer noch mit „Gut“ bewertet worden – landet damit jedoch hinter der Telekom und 1&1 trotzdem auf dem letzten Platz, da jene beide das Urteil „Sehr gut“ erhielten. [rs]

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23 Kommentare im Forum

  1. Mit dem Artikel soll die Generation Facebook wieder zum lesen animiert werden, daher die tolle Headline.
  2. Eine Sky-Meldung wäre wohl gut geredet worden mit der Überschrift "Sky verliert unwichtiger Kunden aus Sonder-Konditionen mit denen man eh nichts verdient" oder die Referenz die herangezogen wurde für diese Beurteilung wäre falsch.
  3. Ist zwar sprachlich mangelhaft. Aber wer denkt es muss "loost" heißen, liegt falsch. Englisch "to lose = verlieren" ist richtig.
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