DAB Plus: Modellversuch in Schleswig-Holstein kann starten

11
42
Bild: © jakkapan - Fotolia.com
Bild: © jakkapan - Fotolia.com
Anzeige

Der Medienrat der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) hat in seiner gestrigen Sitzung Zuweisungen für den ersten landesweiten DAB-Plus-Modellversuch in Schleswig-Holstein erteilt.

Damit kann der Modellversuch noch in diesem Jahr starten. Im Zuge der Entscheidung wurden der Media Broadcast GmbH Übertragungskapazitäten zur Durchführung des Plattformbetriebs zugewiesen.

Den Zuschlag bekam die Media Broadcast GmbH, weil sie nach Auffassung des Medienrats die Voraussetzungen zur Förderung der Angebots- und Meinungsvielfalt am besten erfüllt. Dagegen wurde die Anträge der Uplink Network GmbH und der Divicon Media Holding GmbH abgelehnt.

Der Betrieb von Plattformen mit privaten Hörfunkprogrammen ist für die Regionen Kiel und Umland, Lübeck und Umland sowie auf Sylt und auf dem angrenzenden Festland vorgesehen.

Die Zuweisung der Kapazitäten für den Plattformbetrieb endet nach drei Jahren, spätestens am 31. Dezember 2022. Des Weiteren erhielt die Regiocast GmbH & Co. KG als einziger Bewerber im Rahmen des Modellversuchs die Übertragungskapazitäten für die landesweite Verbreitung ihres 24-stündigen täglichen Hörfunkvollprogramms „R.SH“. [jrk]

Bildquelle:

  • Empfang_Radio_Artikelbild: © jakkapan - Fotolia.com

11 Kommentare im Forum

  1. "Den Zuschlag bekam die Media Broadcast GmbH, weil sie nach Auffassung des Medienrats die Voraussetzungen zur Förderung der Angebots- und Meinungsvielfalt am besten erfüllt." Häh? Was hat ein Sender(netz)betreiber mit der Angebots- und Meinungsvielfalt zu tun? Er kann höchstens die Zugangspreise in gewissem Rahmen festlegen und wenn da Uplink und Divicon deutlich nach oben abweichende Preise in Aussicht gestellt hätten, wäre das einerseits startegisch dumm von ihnen und andererseits hätte man es dann auch gleich so benennen können, statt was von "Meinungsvielfalt" zu schwafeln.
  2. Nein, in Niedersachsen wird nichts abgeschafft. Mann will DAB+ nur nicht mehr fördern. Auf den Bundesmux hat dies aber z.B. sowieso keinen Einfluss. In Bayern läuft DAB+ sehr erfolgreich. Inzwischen sind dort auch die privaten alle auf DAB+. Bayern hat gute Erfahrungen mit DAB+ gemacgt.
  3. Die Nutzung und das Intresse ist aber auch in Bayern relativ verhalten. Für die Akzeptanz und das Intresse wären eher mehr zusätzliche Sender sinnvoll. Deine weitere Empfangsweg für Sender die man auch schon über FM empfängt, hat nicht wirklich einen Mehrwert.
Alle Kommentare 11 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum