Hessen schreibt freie UKW-Frequenzen aus

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Radio UKW Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Die LPR Hessen macht Nägel mit Köpfen und kündigt die Ausschreibung freier UKW-Frequenzen an. Wer kann sich bewerben?

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Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) hat in ihrer 18. Versammlung in der 8. Amtsperiode die Ausschreibung freier UKW-Frequenzen beschlossen. Der Startschuss dafür soll zum Jahresbeginn fallen. 

Dann startet erneut ein Ausschreibungs- und Vergabeverfahren mit insgesamt acht UKW-Frequenzen in Hessen. Da Klassik Radio sein Programm künftig in Hessen nur noch digital verbreiten wird, können die bislang genutzten UKW-Frequenzen in Frankfurt, Gießen, Kassel, Marburg und Wetzlar an andere Hörfunkveranstalter vergeben werden. Drei kommen außerdem noch dazu. Diese wurden vom Deutschlandradio genutzt und der LPR Hessen zur Vergabe an private Radioveranstalter zugeordnet.
 
Die LPR will die Frequenzen einzeln zum Jahresbeginn ausschreiben. Erhofft wird sich dadurch eine höhere Aufmerksamkeit für einzelne Bewerber. Um diesen Schritt gehen zu können, musste die Frequenzsatzung-UKW der LPR Hessen geändert werden. 
 
Zum Jahresbeginn sollen dann Zulassungs- und Zuweisungsanträge für die Frequenzen, die mit einer Frist von mindestens vier Wochen ausgeschrieben werden sollen, gestellt werden können. Bewerben können sich Anbieter bundesweit veranstalteter Hörfunkprogramme. [Pma]

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7 Kommentare im Forum

  1. Was ist das für ein Quatsch, will man nun digitalisieren oder nicht??? Da scheint ja einer gegen die anderen zu arbeiten. Wenn ein Sender freiwillig UKW zugunsten DAB verlässt, müßte dieser Sendeplatz/Frequenz für immer beendet bleiben. Irgendwann sollte doch die Parallelverbreitung Geschichte sein.
  2. Ja, irgendwann in sehr ferner Zukunft wird UKW-Rundfunk vielleicht mal wirklich geschichtliche Vergangenheit sein. Solange es die für Rundfunk zur Verfügung stehenden Frequenzen gibt, wird sich auch jemand mit seinem Programmangebot dafür interessieren. Zum Schluss sind das viele kleinere Programmanbieter mit lokalen Interessen, auch vollkommen aus privater Initiative. Das zeigt sich jedenfalls in anderen Staaten so, wo die Digitalisierung des Rundfunks weiter ist. Privat betriebene Kleinleistungssender für UKW verbreiten sich da zunehmend und selbst für Mittelwellensender kleiner Leistung gibt es solche Initiativen!!! Es ist doch wirklich unglaublich in zweierlei Hinsicht, dass für den Rundfunk international reservierte Frequenzen ungenutzt bleiben.
  3. Da sind auf jeden Fall sehr attraktive Frequenzen dabei. Damit kann man wesentlich mehr Hörer erreichen als über DAB+. Ist eigentlich schon bekannt welche Frequenzen Deutschlandradio abgibt?
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