KommAustria will DAB Plus Digitalradio bundesweit etablieren

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Radio UKW Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Elf Radioprogramme sollen schon bald in ganz Österreich digital zu empfangen sein. Das ist nur der Beginn einer Digitalradio-Welle, die KommAustria geplant hat.

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Neben dem herkömmlichen, analogen UKW-Radio soll in Österreich künftig auch der digitale Übertragungsstandard DAB Plus zur Normalität gehören. Darum kümmert sich KommAustria jetzt. Die österreichische Kommunikationsbehörde will ab April 2019 mit elf Radioprogrammen an den Start geben.

Erstmals hat KommAustria eine Lizenz für eine bundesweite, so genannte Multiplex-Plattform für digitalen terrestrischen Hörfunk im Standard DAB Plus erteilt. Die geplanten Programme sollen zum Teil neu sein, kündigt das Unternehmen an, andere seien bisher nur regional verfügbar.
 
„Wir und auch die Radioveranstalter selbst wissen, dass DAB Plus bei den Konsumentinnen und Konsumenten noch in keinem europäischen Land explosionsartig gezündet hat, sondern zumeist eine eher schleichende Erfolgsgeschichte hat. DAB Plus ist aber der Ausweg aus der UKW-Frequenzknappheit in Österreich und ermöglicht deutlich mehr Programm- und Meinungsvielfalt im Radio“, schildert Michael Ogris, Vorsitzender der KommAustria.
 
Gemäß ihrem Antrag, will die ORS comm als technischer Dienstleister in der ersten Stufe ihres Plans die Radiosender „Arabella Plus“, „Arbö Verkehrsradio“, „ERF Plus Österreich“, „Klassik Radio“, „LoungeFM“, „Radio 88.6“, „Radio Energy“, „Radio Maria“, „Radio Maxima“, „Radio Technikum“ und „Rock Antenne“ übertragen. In der letzten Ausbaustufe sollen 83 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Programme empfangen können. 
 
Was das für Radiohörer bedeutet? Genau wie UKW-Radio, wird auch DAB Plus über Antenne empfangen. Nutzer benötigen jedoch Radiogeräte, die den digitalen Übertragungsstandard beherrschen.

[PMa]

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5 Kommentare im Forum

  1. Schön, dass sich auch in .at mal was bezüglich Digitalradio tut! Bislang saßen der ORF und in OÖ. zB. LifeRadio am langen Ast der leistungsstarken UKW-Frequenzen und alle anderen sind mit Low-Power-Funzeln nur verrauscht bis gar nicht reinzubekommen. Dementsprechend wenig begeistert sind diese Sender ob der zusätzlichen Konkurrenz und reagieren mit Nichtteilnahme, nachdem sich DAB+ schon nicht verhindern ließ. Konkurrenz kostet ja Anteile am Werbekuchen. Interessant ist auch, dass der ORF nicht teilnimmt, seine Techniktochter ORS aber die Sendetechnik aufstellt und betreut. Sollte DAB+ dennoch mal genug Hörer haben, müssen ihm dann 2 Sendeplätze von den Privaten geräumt werden...
  2. dab+ nicht verhindern? das ist selbst in wien nicht indoor zu empfangen. (selbst oben am grünen berg! direkte sicht zum donauturm) das verhindert sich selbst.
  3. Mit Beginn des Regelbetriebs wurden 2 der 3 Sender abgeschaltet... Während des Testzeitraum ging es somit besser.
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