MDR stellt Kinderradio ein

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Der Kinderradiosender „Figarino“, der ausschließlich im Internet zu hören war, wird vom Mitteldeutschen Rundfunk zum Jahresende eingestellt. Offiziell heißt es zu wenig Hörer, dennoch ist es als Schritt in Richtung des geplanten digitalen Kinderradios zu werten.

Die Welt und aktuelle Ereignisse kindgerecht erklären: Das war das Anliegen von „Figarino“, dem Kinderradiosender des Mitteldeutschen Rundfunks. Die Betonung liegt auf „war“, denn das ausschließlich im Internet zu empfangende Programm wird zum Jahresende eingestellt, wie die „Bild“ berichtet.

Seit 2004 informierte der Sender die Kleinsten über die titelgebende Figur, einen Fahrradschrauber sowie dessen sprechenden Kater über das Geschehen auf der Welt. Ergänzt wurde das Programm mit Hörspielen und Mitmachaktionen.
 
Kurios ist indes die Begründung für das Ende von „Figarino“: Laut dem Zeitungsbericht hätten nur noch 50000 Hörer monatlich den Sender im Internet verfolgt. Eine andere Erklärung ist in dem Plan des MDR zu suchen, einen weiteren Kindersender für das digitale Radio DAB Plus aufzubauen. Während der neue Sender, der zwischen den Trägern des MDR für Diskussionen sorgte, noch durch den Drei-Stufen-Test muss, dürfte das Ende von „Figarino“ eine weitere Vorraussetzung für das neue Angebot sein.
 
Das neue Kinderradio soll wichtige Inhalte von „Figarino“ übernehmen und vor allem dem steigenden Bedürfnis nach mobiler Nutzung nachkommen. Neben der Verbreitung über DAB Plus sind eine Kindermedien-App sowie ein Livestream via Internet geplant. [buhl]

Bildquelle:

  • Empfang_Radio_Artikelbild: © jakkapan - Fotolia.com

6 Kommentare im Forum

  1. Schon recht Nelli. Nur, du kennst doch das für Rundfunkt typisch deutsche "Provinz-Getümmel". Da kommt es nicht auf die Kosten insgesamt an, sondern darauf, dass jede Provinz am liebsten ihr "eigen Ding" machen tut. Mit Wohlwollen der Provinzfürsten und deren Hofstaat. Figarino ( oder künftiges) = MDR KiRaKa = WDR Koste es was es wolle.
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