Neues Kinderradio des MDR diese Woche gestartet

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Der neue Kinderradiokanal des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) „Tweens“ ist seit Montag über DAB Plus und im Stream auf mdr-tweens.de empfangbar.

Der Name Tweens leitet sich dabei vom englischen „between“ (dazwischen) ab und bezeichnet Kinder, „die zwischen zwei Phasen des Lebens stehen – also zwischen Kindheit und Jugend“. Der MDR möchte vor allem die 8- bis einschließlich 13-Jährigen erreichen.

Mit MDR Tweens bekommen die Kinder im Sendegebiet des MDR erstmals ein ganztägiges Radioprogramm mit viel Musik, jeder Menge Informationen und Wissenswertem aus ihrer Lebenswelt und der Möglichkeit, selbst mitzureden.“ sagt Karola Wille, Intendantin des MDR.

Herzstück des neuen Radiochannels ist die werktägliche Live-Sendung zwischen 16 und 18 Uhr: „MDR Tweens Live mit Chris“ wird moderiert von Christopher Löwe. Der 25-jährige gebürtige Jenaer, der derzeit in Halle Musikwissenschaften studiert und schon bei MDR Sputnik Radioerfahrungen gesammelt hat, sucht in der Livesendung den direkten Kontakt zu seinem jungen Publikum.

Darüber hinaus gibt es werktägliche Musik-Spezialsendungen – zum Beispiel „MDR Tweens Rock It“, donnerstags ab 19 Uhr, und „MDR Pop-Tweens“, immer freitags ab 18 Uhr.
 
Aber auch Spezialsendungen, die sich um Hobby und Freizeit, Medienkompetenz oder Wissen drehen, stehen auf dem Programm. So heißt es beispielsweise immer mittwochs ab 18 Uhr „MDR Tweens – Die Hobbyisten“ oder donnerstags ebenfalls ab 18 Uhr „MDR Tweens BissenWissen“.
Das Wochenende gehört vor allem der Musik, es gibt aber auch fiktionale Sendeplätze mit Hörspielen, Lesungen und „Figarinos Fahrradladen“. [jrk]

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5 Kommentare im Forum

  1. Mich beruhigt es ein wenig, dass die Meldung offenbar keinen besonderen Wert hat. Das Programm ist nämlich durch und durch minderwertiges Gedudel, das ich meinen Kindern, hätte ich denn welche, nicht vorsetzen würde. Mit solcherart "Programm" begleitet und aufgebaut, reichts später im Leben dann wirklich nur noch zum Konsumenten und Party-Heini. Und das ist ein bissl wenig, zum Menschsein gehört eindeutig mehr.
  2. Das haben die Eltern der vorherigen Generation über das Radio der Jugend gesagt und die Eltern der Generation davor und davor und so weiter und so weiter... Eines wird sich nie ändern, ihr werdet alle so wie die, die ihr in eurer Jugend nie werden wolltet. Früher hieß es " diese Beatmusik und dieses yay yay yay" und heute halt Konsumenten und Partyheinis. Die gleichen Denkweisen wiederholen sich in jeder Generation.
  3. Bitte genau hinschauen und die Unterschiede zwischen z.B. den 1960er Jahren und heute sehen. "Die Jugend" (in Gänsefüßchen, denn es waren auch bei weitem nicht alle) damals rebellierte gegen den Muff, in dem die Elterngeneration steckte. Die Jugend suchte neue Wege, stellte sich quer. Dass dazu auch andere Musik gehörte als in der Elterngeneration oft gepflegt, war selbstverständlich (zum Glück, wir würden sonst heute weder die Beatles noch The Who kennen). Auch heute rebelliert Jugend - ebenfalls zu Recht. Das ist, wenn es zukunftsfähig ist, aber keine Rebellion "jung gegen alt", sondern eine Rebellion "zukunftsfähig gegen nicht zukunftsfähig", letztlich ein "Aufstand der Anständigen". Entsprechend sind die Bewegungen nicht mehr in Altersgruppen zu unterscheiden, sondern nach ihren Zielen. Schau Dir mal das Altersspektrum bei Protestaktionen gegen Kohleförderung und -verstromung an. Da sind nicht nur die Alten, da sind sehr viele junge Leute dabei. Schau Dir an, wie junge Menschen Ökodörfer gründen oder als Permakultur-Botschafter/Lehrer übers Land ziehen, um die Bevölkerung zukunftsfähiger zu machen - vielleicht nicht in diesem Maße in Deutschland, aber z.B. in Afrika und Südamerika. Schau Dir die Transition-Town-Bewegung an, z.B. mittels dieses Films [MEDIA=youtube]FFQFBmq7X84[/MEDIA] - das geht durch alle Altersklassen, da sind auch sehr viele junge Leute dabei. Sich als junger Mensch für so etwas zu engagieren, bedeutet schon einen deutlichen Unterschied zu dem, was das System "Kapitalismus" von jungen Menschen eigentlich erwartet: "konsumiere und glaube glücklich zu sein, aber bleibe immer etwas unzufrieden und konsumiere deshalb noch mehr". Dazu gehört persönliche, innere Stärke. Das ist die eigentliche heutige Rebellion und sie ist überlebenswichtig. Und dann nimm Dir dieses weitere MDR-Dudelprogramm her und schau mal nach, was dessen Aufgabe ist. Das ist eine Hirntot-Maschine. Es nimmt die Wertebilder des Kapitalismus und setzt sie 1:1 in ein lulliges, wohliges "Tagesbegleitmedium" um, genau wie es die anderen MDR-Programme auch tun. Da ist keine Rebellion, da ist nichts, was in irgendeiner Weise zukunftsfähig wäre. Hier geht es um vollständige Anpassung an das bestehende kranke System. Das Leitbild ist "sei dabei" - als unkritischer Konsument. Sei ein gutes Schaf in der Herde. Meilenweit nichts von Rebellion, schon gar nichts von berechtigter. Seine Kinder dieser Manipulation auszusetzen ist hochgradig schädigend und gefährlich, man verbaut seinen Kindern damit die Möglichkeit der Ertüchtigung, mit den realen Anforderungen dieser Welt zurechtzukommen und die bestehenden kranken Strukturen zu verändern in Richtung einer Heilung. Heute seinen Kindern echte Werte zu vermitteln, ist aufgrund der massiv vorhandenen (vor allem digitalen) Zerstreuungsmöglichkeiten schwieriger denn je. Aber es geht - irrerweise auch teils dank der digitalen Möglichkeiten, denn mit deren Hilfe kann man sich vernetzen, kann Gleichgesinnte suchen. Wenn ich erlebe, wie Eltern ihre Kinder auf die gemeinschaftlich betriebene Streuobstwiese mitnehmen, wo sie Achtung gegenüber der Schöpfung ebenso lernen können wie anständigen Umgang miteinander, wenn ich erlebe, wie gut sich Kinder und Jugendliche z.B. in Ökodörfern entwickeln, wie selbstbewusst sie sind, wie verantwortungsbewusst sie sind, dann sehe ich Fünkchen der Hoffnung. Was man dazu definitv nicht braucht, ist ein weiteres Popdudelprogramm aus dem Hause MDR. Davon gibt es schon genug.
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