Radio Eins: Was kommt nach Böhmermann und Schulz?

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Nachdem Jan Böhmermann und Olli Schulz letzte Woche ankündigten, mit ihrer wöchentlichen Radiosendung „Sanft & Sorgfältig“ zu Spotify zu wechseln, muss Radio-Eins-Programmchef Robert Skuppin nun die entstandene Lücke füllen.

Für den Sprung vom öffentlichen-rechtlichen Programm zu einem kommerziellen Musikstreaminganbieter entschieden sich Jan Böhmermann und Olli Schulz mit ihrer wöchentlichen Radiosendung „Sanft & Sorgfältig“, die bisher bei Radio Eins lief und nun künftig bei Spotify auf Sendung gehen soll. Für „Sanft & Sorgfältig“ wird damit allerdings das Ende eingeläutet – zumindest vorläufig. „Ich gehe davon aus, dass die Sendung bei Spotify einen anderen Namen hat“, erklärte Radio-Eins-Programmchef Robert Skuppin dem „Tagesspiegel“. Denn hinsichtlich der rechtlichen Situation herrscht bislang Unklarheit. Wie das Format dann aussehen wird, weiß Skuppin nicht zu sagen.

Den Wechsel von Böhmermann und Schulz zu Spotify hat der Radio-Eins-Programmchef noch nicht verkraftet. Eine potentielle Zusammenarbeit mit dem Musikstreamingdienst in Zukunft schließt er aus, wie er dem Blatt gegenüber klar stellte, so werden künftig auch keine Playlist-Lieferungen an Spotify erfolgen. Den beiden Moderatoren sei seiner Meinung nach so viel Geld von Spotify geboten worden, dass Radio Eins den Kürzeren gezogen habe. Eine Rückkehr von Schulz und Böhmermann zu Radio Eins nach dem Ablauf des einjährigen Vertrages ab dem 15. Mai mit Spotify könne er sich dennoch vorstellen. „Unsere Türen sind offen, vielleicht war es dann nur ein Ausflug“, sagte Skuppin dem „Tagesspiegel“. außerdem sei die Trennung nicht im Streit erfolgt.
 
Skuppin muss nun die Nachfolge für den frei gewordenen Sendeplatz klären, dies scheint dem Radio-Eins-Programmchef jedoch wesentlich einfacher zu fallen. 20 Bewerbungen mit Ideen für ein „Sanft & Sorgfältig“-Nachfolgeformat liegen bereits vor, wie Skuppin dem „Tagesspiegel“ vom Samstag erklärte. Die Entscheidung für ein Format wird im Juni fallen. [kw]

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5 Kommentare im Forum

  1. Unabhängig davon, dass es natürlich das Recht von Böhmermann & Schulz ist, jederzeit den Arbeitgeber zu wechseln, bleibt doch ein bisschen Geschmäckle, das man hier die neu entstandene, meines Erachtens auch etwas fragwürdige Popularität von Böhmermann gleich ohne Schamfrist nutzt, um mal richtig Kohle zu machen. Wie sagen die Dortmunder: "Der Kapitän geht als Erster von Bord, am besten sofort.". Seine Karriere hat er insbesondere auch verschiedenen ARD-Wellen zu verdanken. Aber gut, bin ich wenigstens nicht mehr in der Gefahr, da aus Versehen mal wieder reinzuschalten. Die Radiosendung fand ich meist besser, als die Fernsehversuche von Böhmermann. Je nach Thema war das schon sehr unterhaltsam.
  2. [USER=20779]@Fragensteller[/USER] , würde die Entscheidung zu Spotify zu wechseln erst nach der Erdogan-Ziegen Sache gefallen sein würde ich dir zustimmen das man hier nur die plötzliche Popularität von Böhmermann nutzt. Da die Entscheidung aber schon davor gefallen ist hat es mit diesen Fall also überhaupt nichts zu tun und muss man unabhängig sehen. Und was seine Karriere bei den ARD-Wellen anbelangt, ja und? Ich kann meinen Beruflichen Weg auch einen Arbeitgeber verdanken, nur heißt es nicht das ich mich für immer an ihn binden muss. Schulz und Böhmermann vor Wechsel zu Spotify - DWDL.de
  3. Das die Entscheidung schon früher gefallen wäre, ist mir neu. Unterschrieben wurde jedenfalls erst vor ein paar Tagen. Und eigentlich war die Sendung ja in den nächsten Wochen eingeplant.
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