Terrestrischer Hörfunk muss sexy werden

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Saarbrücken – Die Digitalisierung des Radios muss in Deutschland noch so manche Hürde überwinden. Dabei sind nicht nur die technischen Voraussetzungen, sondern vor allem die Hörer entscheidend.

In der vergangenen Woche haben Fachleute aus fünf europäischen Ländern in Saarbrücken über die Zukunft des terrestrischen Hörfunks diskutiert. Einmal mehr betonte Alexander Nausner, Programmdirektor des österreichischen Radiosenders 88,6, „dass das Radio in zunehmender Konkurrenz mit anderen Medien stehen wird. Radio müsse daher für den Konsumenten sexy werden.“

Ähnlich sieht das auch der Geschäftsführer von RTL Radio Deutschland, Gert Zimmer. Er fordert daher im Zusammenhang mit dem Digitalen Radio einen programmlichen Mehrwehrt. Zugleich geraten dabei aber auch die öffentlich-rechtlichen Sender ins Visier: Deren Programme müssten einem Public Value Test unterzogen werden, verlangt Zimmer und erhält dabei Rückendeckung von Erwin Linnenbach, Sprecher der Regiocast-Geschäftsführung.
 
In Sachen Digitalisierung müsse der „Hörer mit den Geräten abgeholt werden“, betonte derweil Jean-Michel Kandin, zuständig für „Digitales Radio“ bei der französischen Gruppe Lagardère. Seiner Ansicht zufolge liege die Geburtsstunde des digitalen Radios in seiner Heimat im Jahr 2009, obgleich der Simulcast-Betrieb dort noch bis 2015 vorgesehen sei. [ft]

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