Zwei sind zuviel – Radio Sputnik und Jump sachsenweit

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Leipzig – Durch die Ausweitung des Jugendradios Sputnik über UKW in Sachsen erleidet laut hiesiger Landesmedienanstalt das duale Rundfunksystem einen Rückschlag.

Der Mitteldeutsche Runfunk plant, das jugendliche Hörfunkprogramm Sputnik in ganz Sachsen zu verbreiten – nur gibt es mit Jump schon einen auf das jüngere Hörerpublikum fokussierten Radiosender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Medienrat und Versammlung der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) stehen diesen Plänen kritisch gegenüber. Neben dem Programm Jump käme ein weiteres aus Gebühren finanziertes öffentlich-rechtliches Formatradio in das dichte sächsische Rundfunkangebot.
 
 
 

Die SLM befürchtet nach eigenen Angaben Nachteile für die privaten Radiosender, die sich aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanzieren müssen und deshalb auf Hörerreichweiten angewiesen sind. Die privaten Rundfunkveranstalter haben kein Problem damit, sich einem Wettbewerb mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten zu stellen. Allerdings müsse dieser auf beiden Seiten transparent und zu fairen, gesetzlich konkret definierten Bedingungen ausgetragen werden. Bereits jetzt gibt es in Sachsen ein Frequenzverhältnis von 4 : 1 zu Lasten des privaten Rundfunks. Um den gesetzlichen Auftrag der zunächst gleichgewichtigen Entwicklung des privaten Rundfunks Rechnung zu tragen, wird die SLM daher auf alle künftigen UKW-Frequenzen Anspruch anmelden, sollte sich der MDR tatsächlich zur Sputnik-Einführung entscheiden.
 [mg]

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