Amos 5: Verbleib des Rundfunksatelliten weiter mysteriös

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Satellit, Bild: © twobee - Fotolia.com
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Es bleibt mysteriös: Auch Spacecom, dessen Flotte der verlorene Rundfunksatellit Amos 5 angehört, kann keine näheren Angaben zu dem Verbleib des Satelliten machen. Derweil wird über eine mögliche Kollision spekuliert. Das vom Ausfall betroffene deutschsprachige Satelio-Paket hat inzwischen eine neue Heimat gefunden.

Der Verbleib des im All verlorenen Rundfunksatelliten wird immer mysteriöser: Zwar soll sich Amos 5 noch immer an seiner zugewiesenen Orbitalposition 17 Grad Ost befinden, aber auch der Satellitenbetreiber Spacecom kann sich die Funkstille nicht erklären.

Der Kontakt zu Amos 5, der der Flotte des israelischen Satellitenbetreibers Spacecom angehört, war am frühen Samstagmorgen abgebrochen. Seitdem ist der Verbleib des Rundfunksatelliten, dessen Ausleuchtzone auf Mittel- und Südafrika ausgerichtet war, ungeklärt. Die über das Satellitensystem ausgestrahlten Sender sind derzeit nicht zu empfangen, darunter auch das Satelio-Paket für Auslandsdeutsche in Namibia.

Spacecom teilte nun mit, dass man sich das Problem nicht erklären könne. So liegen dem Satellitenbetreiber weder Informationen über die Art des Problems vor noch sei bekannt, ob beim Rundfunksatelliten ein Totalausfall vorliege. Derweil wird darüber spekuliert, ob eine Kollision mit Weltraummüll den Verlust verursacht haben könnte. Allerdings ging man davon aus, dass der Satellit in diesem Fall seine Position im All verändert hätte.
 
Amos, der nur zwei Grad neben dem für den deutschen Raum zuständigen Astra-Satelliten platziert war, stellte TV- und Radiosender für den mittel- und südafrikanischen Raum zur Verfügung. Spacecom ist derweil dabei, die betroffenen Anbieter bei der Suche nach Ausweichkapizitäten zu unterstützen. Das Unternehmen stellte dabei schon Alternativen in Aussicht.

Wie der Anbieter Satelio auf Facebook verkündete, wurde für das deutschsprachige Satelio-Paket schon eine neue Heimat gefunden. Das Paket, das in Deutschland nicht zu empfang ist, wird künftig über SES Astra 4,8 Grad Ost zu empfangen sein. Ferner kündigte der Anbieter eine Ausweitung der Senderzahl an. [kw]

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  • Empfang_Satellit_Artikelbild: © twobee - Fotolia.com

6 Kommentare im Forum

  1. Zitat: "Amos, der nur zwei Grad neben dem für den deutschen Raum zuständigen Astra-Satelitten platziert war [...]" 2° entsprechen im geostationären Orbit ca. 1400 km - das ist die Strecke Frankfurt-Stockholm. Ich frage mich, was das "nur" in diesem Zusammenhang suggerieren soll?!
  2. "...neben dem für den deutschen Raum zuständigen Astra-Satellitten ..." Auf 19,2°E ist nicht einer, sondern sind 4 Satelliten positioniert !
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