DF-Artikeldatenbank: Gigantische Müllhalde im Orbit

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Satellit, Bild: © twobee - Fotolia.com
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Die Online-Datenbank von DIGITALFERNSEHEN.de wird fortlaufend um Hintergrundartikel zu Digital-TV, Heimkino, Audio und Entertainment erweitert. In dieser Woche erfahren Sie mehr über all den Schrott im All und welchen Einflussdieser auf die zahlreichen Weltraummissionen hat.

Als die Menschheit damit begann, den Weltraum zu erobern, dachte noch niemand an ein so irdisches Problem, welches schon wenige Jahrzehnte später eine Schar von Wissenschaftlern, Universitäten und Unternehmen beschäftigen würde. Inzwischen ist klar: Jede gestartete Rakete und jeder Satellit hinterlässt Schrott im Orbit. Der eine mehr, der andere weniger.

Und so werden schon heute mehr als 16 000 von der Weltraumbehörde erfasste Objekte mit einer Größe von mehr als 10 Zentimetern (cm) kontinuierlich mit Teleskopen beobachtet. Denn diese stellen eine erhebliche Gefahr für Weltraummissionen dar, sollte es zu einer Kollision kommen.
 
Durch die permanente Beobachtung dieser gefährlichen Trümmer können heutzutage größere Katastrophen im Weltall verhindert werden, denn jedes Flugobjekt im Orbit ist in der Lage, Ausweichmanöver zu fliegen.
 
So musste allein die Weltraumstation ISS im vergangenen Jahr zwei solcher Kursänderungen durchführen, weil Weltraumschrott der Raumstation gefährlich nah kam. Nicht zu unterschätzen sind aber auch die kleineren Trümmer – Schätzungen zufolge bis zu 600 000 Objekte unter 10 cm Größe -, die um die Erde rotieren.

Hier lassen sich Zusammenstöße mit oft verheerenden Folgen praktisch nicht vermeiden. Im Falle von Kommunikationssatelliten sind meist die Sonnensegel gefährdet, aber auch ein Einschlag in den Satelliten selbst kann im Ernstfall bis zum Funktionsausfall führen. Auch wenn diese kleinen Objekte harmlos erscheinen, bei Geschwindigkeiten von 10 Kilometern pro Sekunde können auch winzigste Teilchen enormen Schaden verursachen.

Doch woher kommt der Müll im All? Weltraumschrott – in der Fachsprache auch „Space Derbys“ genannt – entsteht bei jedem Raketenstart. Wenn abgesprengte Raketenstufen, in denen sich noch Treibstoffreste befinden, mit anderen Teilen im All kollidieren, kommt es zu Explosionen – Tausende kleine Teile entstehen und vermehren den Schrott im All. Auch unkontrolliert im Orbit treibende ausgediente Satelliten enthalten oft noch Treibstoff und können Explosionen verursachen.
 
Welche Probleme der Weltraumschrott noch mit sich bringt und wie sich diese beheben beziehungsweise vermeiden lassen, können Sie im vollständigen Hintergrundartikel nachlesen. DF-Artikeldatenbank – Alle Artikel im Überblick
[red]

Bildquelle:

  • Empfang_Satellit_Artikelbild: © twobee - Fotolia.com

10 Kommentare im Forum

  1. AW: DF-Artikeldatenbank: Gigantische Müllhalde im Orbit Uff... Das ist schon knackscharf, was da an "Informationen" geliefert wird.
  2. AW: DF-Artikeldatenbank: Gigantische Müllhalde im Orbit Vielleicht sollten mal alle Nationen daran arbeiten, diesen Müll dort oben irgendwie einzusammeln. Das wird sicher keine Herkules-Aufgabe, sondern eine eines Titanen. Aber das sind kostbare Rohstoffe die dort herum schwirren und besser wird es nicht in der Zukunft. Die Raumfahrt-Nationen sollten mal überlegen was auf Dauer billiger kommt, oben eine wachsenden Mülldeponie zu fördern und immer mehr zur Gefahr werden lassen, oder doch vielleicht lieber jetzt paar Milliarden in die Hand Hand nehmen, ehe es Billiarden-Schaden werden könnte.
  3. AW: DF-Artikeldatenbank: Gigantische Müllhalde im Orbit Die Halbwertzeit des meisten Mülls beträgt weniger als 5 Jahre. Sich darauf zu konzentrieren, keinen weiteren Müll zu hinterlassen, löst das Problem genauso. Den meisten Müll hinterlassen auch die Kommunikationssatelliten, und die sind von Privatunternehmen ins All befördert worden.
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