Entavio: SES Astra verteidigt Boxenspezifikationen

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Satellit, Bild: © twobee - Fotolia.com
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München – Ein Ausschluss von Boxenherstellern durch die Entavio-Spezifikationen sei das Letzte, was SES Astra beabsichtigt. „Je mehr Hersteller wir von Entavio überzeugen können, umso besser für uns“, erklärte ein SES Astra-Sprecher gegenüber DIGITAL FERNSEHEN.

„Die grundlegenden Rahmenbedingungen für die Boxen sollen keinen Hersteller ausschließen, sondern im Gegenteil den Herstellern bei der Entwicklung ihrer Receiver Sicherheit bieten“, führte der Unternehmenssprecher die Argumentation von SES Astra weiter.

Trotz des Versprechens, dass Entavio „völlig Hardware-neutral“ sei und SES Astra die Boxen weder verkaufen noch vermieten werde, prüft das Bundeskartellamt auch weiterhin die vorgegebenen Boxenspezifikationen. Derweil ist laut Astra das Interesse an den technischen Richtlinien ungebrochen.
 
Wie der SES Astra-Sprecher gegenüber DF erklärte, gibt es dutzende weitere Hersteller, die sich für die Spezifikationen interessieren. Die Receiverhersteller erhoffen sich derweil kräftige Gewinne aus dem Geschäft mit den Entavio-Boxen. Zusätzlich hat der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende des Entavio-Partners Premiere, Georg Kofler, gestern spekuliert, das binnen eines Jahres durch die Kooperation 2,5 Millionen zusätzliche Sat-Zuschauer Premiere und Entavio empfangen können. Dies ist dann mit Premiere- und Entavio-geeigneten Boxen möglich.

Bisher ist einzig Humax mit einer Entavio-zertifizierten Box, dem Blu-Fox S, am Markt (DF berichtete). [lf]

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19 Kommentare im Forum

  1. AW: Entavio: SES Astra verteidigt Boxenspezifikationen Je weniger Hersteller wir von Entavio überzeugen können, umso besser für den Kunden, noch besser wenn kein Hersteller so Dumm ist da auf zu springen. Gruß Gorcon
  2. AW: Entavio: SES Astra verteidigt Boxenspezifikationen richtig, springt keiner auf, kommts erst gar nicht zu entavio aber irgend einen ******* wirds immer geben
  3. AW: Entavio: SES Astra verteidigt Boxenspezifikationen Solange Entavio ausschließlich für die Abwicklung von PayTV-Angeboten verantwortlich ist, wird die breite Masse der Satzuschauer ja nicht erreicht, sondern nur diejenigen, die sich für PayTV entscheiden bzw. schon entschieden haben. Gefährlich wird´s mit der angedachten Grundverschlüsselung, welche als Mittel zum Zweck dienen soll, ausnahmslos alle Satzuschauer zur Kasse bitten zu können, ob sie sich für PayTV interessieren oder nicht. Für diese Zielstellung aber scheint man momentan noch keine verlässliche Formel gefunden zu haben, die man auch dem Bundeskartellamt als rechtlich unbedenklich verkaufen könnte.
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