Eutelsat will bis 2011 pro Jahr 450 Millionen Euro investieren

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Satellit, Bild: © twobee - Fotolia.com
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Berlin – Eutelsat will bis 2011 jährlich 450 Millionen Euro in neue Satelliten, Dienste und Infrastruktur investieren und Deutschland dabei als Schlüsselmarkt betrachten.

„Die Eutelsat Communications investiert im Dreijahreszeitraum 2008 bis 2011 jährlich durchschnittlich 450 Millionen Euro in neue Satelliten für seine TV-Dienste, innovative mobile Services, Breitbandmärkte sowie die Infrastruktur des Unternehmens“, teilt das Unternehmen heute in einer Presseerklärung mit. Von diesen Investitionen sollen in Deutschland auch der digitale Kabel- und Fernsehmarkt, mobile Dienste und Regionen mit strukturschwachen Breitbandanbindungen profitieren. Darauf wies heute Giuliano Berretta, CEO Eutelsat, in Berlin hin.

Im Rahmen des im Dezember 2008 mit dem Start der beiden Satelliten Hot Bird 9 und W2M begonnenen Programms will Eutelsat noch in diesem Jahr drei Trabanten ins All befördern, wie Volker Steiner, Managing Director Eutelsat Deutschland, gestern im Interview gegenüber DIGITAL FERNSEHEN bereits mitteilte. Zwei weitere folgen dann 2010. Durch dieses Investitionen will Eutelsat die verfügbaren Ku-Band Kapazitäten des Unternehmens um rund 30 Prozent erhöhen. „Damit stärkt Eutelsat seine TV-Positionen und schafft die Basis für weiteres Wachstum in den Bereichen Fernsehen, Datendienste und Breitband“, so das Unternehmen.
 
Im Jahr 2008 konnte sich Eutelsat eigenen Angaben zufolge mit über 3 100 TV-Sendern, einem Anstieg von mehr als 16 Prozent, weiter am Markt festigen. Im zukünftigen Wachstumsmarkt HDTV verdoppelte das Unternehmen die Zahl der Sender binnen Jahresfrist von 31 auf fast 70 und bestätigte seine Marktführerschaft in diesem wichtigen Zukunftsmarkt, so Eutelsat.
 
Für den deutschen Markt kündigte Eutelsat in diesem Jahr den massiven Ausbau des Kabelkiosk mit vielen zusätzlichen Programmen und innovativen Diensten an. Der im März startende W2A hat eine S-Band Nutzlast an Bord. Diese ermöglicht wichtige Applikationen wie mobile Fernsehdienste und interaktive Services für Fahrzeuge. Gleichzeitig ergänzt diese Infrastruktur GPS und den zukünftigen europäischen Positionierungsdienst Galileo durch die Komponente Interaktivität.
 
Die S-Band-Nutzlast für diesen neuen Markt wird Eutelsat mit SES Astra über das irische Joint-venture Solaris Mobile vermarkten. Dabei könnte Berretta zufolge vor allem die innovative deutschen Automobilindustrie bei der Einführung neuer elektronischer Bauteile für interaktive Verbindungen zwischen Fahrzeugführern und Beifahrern einerseits sowie entsprechenden Diensteanbietern und Rettungsdiensten andererseits eine sehr wichtige Rolle spielen.
 
In den mit Breitbandzugängen unversorgten Regionen Deutschlands mit über einer Million betroffenen Haushalten, tausenden Kleinunternehmen und rund 700 Kommunen sieht Berretta attraktive Märkte für den im kommenden Jahr startenden KA-Sat. Dieser Satellit werde in Verbindung mit dem in Europa bisher kaum genutzten Ka-Band und einer einmaligen Bodeninfrastruktur die Einsatzmöglichkeiten von Satelliten für breitbandige Internetdienste auf ein völlig neues Niveau heben.
 
Mit einem Datendurchsatz von 70 Gigabit pro Sekunde könne der Satellit mehr als eine Million Haushalte mit Internetzugängen versorgen, die mit DSL hinsichtlich Geschwindigkeiten und Preisen konkurrenzfähig seien. Eine der zehn Bodenstationen dieses Systems werde nach derzeitigen Eutelsat-Planungen in Deutschland installiert.
 
Eutelsat Communications ist die Holdinggesellschaft der Eutelsat S.A. Die Eutelsat-Gruppe verfügt derzeit über Kapazitäten auf 26 Satelliten. Deren Abdeckung umfasst den europäischen Kontinent, den Mittleren Osten, Afrika, Indien und Teile Asiens sowie Nord- und Südamerikas. [ar]

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  • Empfang_Satellit_Artikelbild: © twobee - Fotolia.com

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