ProSiebenSat.1 hält grundsätzlich an Verschlüsselung fest

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Satellit, Bild: © twobee - Fotolia.com
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München – Die ProSiebenSat.1-Gruppe wird zwar ihre Free-TV-Programme nicht zusammen mit RTL und MTV über Entavio verschlüsseln, aber die Verschlüsselung insgesamt hat der Medienkonzern noch nicht zu den Akten gelegt.

„Wir haben keine grundsätzliche Entscheidung gegen die Verschlüsselung getroffen“, bekräftige die Unternehmenssprecherin von ProSiebenSat.1 gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. „Nur aus dem konkreten Dolphin-Projekt sind wir ausgestiegen.“

Hier ist es besonders wichtig, auf den genauen Wortlaut zu achten. Denn ProSiebenSat.1 spricht dezidiert von „Dolphin“, dem alten Projektnamen für die digitale Plattform von SES Astra, die im Rahmen der IFA auf „Entavio“ umbenannt worden ist. Laut der ProSiebenSat.1-Sprecherin macht das Unternehmen einen Unterschied zwischen Entavio und Dolphin.

„Dolphin“ sei aus Sicht von ProSiebenSat.1 das konkrete Projekt, die bisher frei empfangbaren Privatsender von ProSiebenSat.1, RTL und MTV über die Entavio-Plattform zu verschlüsseln. Hier hat ProSiebenSat.1 seinen Ausstieg angekündigt. „Dolphin ist nach unserer Definition – und übrigens auch der von SES Astra – eine Teilmenge von Entavio“, erklärte die ProSiebenSat.1-Sprecherin gegenüber DF.
 
Damit zielt ProSiebenSat.1 nach eigenen Aussagen darauf ab, auch in zukünftigen Pay-TV-Portalen über Entavio dabei zu sein – jedoch nach jetzigem Stand nicht mit den Free-TV-Sendern. Derweil häufen sich die Branchengerüchte, dass die Sendegruppe mit den Verschlüsselungsplänen auf andere Plattformen ausweichen könnte – so zum Beispiel die Tividi-Plattform von Unity Media. [lf]

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  • Empfang_Satellit_Artikelbild: © twobee - Fotolia.com

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