SES Platform Services verliert Vertrag mit Sky

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Dienstleister SES Platform Services wird einen seiner größten Kunden verlieren. Sky Deutschland wird sein Playout künftig in die Hände von Sky Italia legen, wie im Rahmen der Halbjahresbilanz erklärt wurde.

Seit 2004 der Satellitenbetreiber SES das Digital Playout Center (DPC) übernommen hatte, wurde das Signal von Sky Deutschland, vormals Premiere, über die in Unterföhring ansässige SES Platform Services an die Satelliten ausgespielt. Diese Verbindung wird in naher Zukunft enden, wie der Group CFO von Sky, Andrew Griffith, in einem Statement zur Halbjahresbilanz erwähnte. Demnach wird diese Dienstleistung künftig über Sky Italia erfolgen.

Welche Auswirkungen diese Entscheidung auf SES Platform Services hat, ist nicht bekannt. Wie das Portal „Advanced-Television.com“ berichtet, ist der Dienstleister in Verhandlungen mit Sky über die Reichweite der Entscheidung und den Zeitpunkt des Wechsel. Dieser wurde vom Pay-TV-Anbieter noch nicht bekannt gegeben.
 
Der Wechsel geht wohl in erster Linie vom britischen Mutterkonzern aus, der so alle Dienstleistungen und damit auch die Kostenkontrolle firmenintern regulieren kann. Für den Fernsehzuschauer ändert sich jedoch nicht viel, da die Ausstrahlung der Programme des Pay-TV-Anbieters weiterhin über die Astra-Satelliten erfolgen wird. [buhl]

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40 Kommentare im Forum

  1. 2013 war sky der größte Kunde, Umsatzanteil 20% oder 18 Mio €. Die Abhängigkeit von sky wurde aber weiter zurückgefahren, 2012 waren es noch 22%, wie es nun 2 Jahre später aussieht ist unbekannt. Allerdings ist sky bis 2019 an SES gebunden.
  2. Was für ein Aufwand, mit dem auch langfristig hohe Kosten für die Zuspielung nach Italien anfallen werden. Sollte heißen: -Die Sky-eigenen fiktionalen Sender werden dann in Italien ausgespielt und in den Orbit geschickt. -Die Sportkanäle werden von Plazamedia in Ismaning erstellt und dann nach Italien statt Unterföhring geleitet. -Drittsender wie FOX oder Heimatkanal kommen weiterhin von SES PS, müssen aber dann zum Uplink nach Italien. Klar schafft man dadurch Synergien, aber ich sehe auch ziemlich hohe neue Kosten. Kann natürlich auch sein, dass man die Transponderbelegung dann so bündelt, dass die Drittsender weiterhin direkt bei SES PS hoch geschickt werden. Wer weiß. Interessant ist dann auch, wie es mit den Kabel-Multiplexen für Vodafone und Unitymedia dann läuft. Die muss man auch irgendwie zusammenbekommen.
  3. "Für den Fernsehzuschauer ändert sich jedoch nicht viel, da die Programme des Pay-TV-Anbieters weiterhin über die Astra-Satelliten erfolgen wird." aber alle auf neuen Transpondern.....
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