Deutscher Amateur-Radio Club stellt Notfunk-Konzept für Krisensituationen vor

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Amateur-Funk © DL7GA_Radio via stock.adobe.com
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Der DARC hat nun ein Notfunk-Konzept zur Unterstützung der Krisenkommunikation erarbeitet, durch das man schneller auf Katastrophenfälle reagieren können möchte.

Meteorlogen, Medien und Warnapps haben im Ernstfall versagt. Die Hochwasser-Katastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben gezeigt, dass funktionierende Kommunikation in Krisensituationen von großer Wichtigkeit, aber nicht selbstverständlich ist. Zum Beispiel hatte die NINA-Warnapp im stark betroffenen Landkreis Ahrweiler nach ZDF-Informationen keine einzige Meldung angezeigt. Das DARC-Referat für Not- und Katastrophenfunk hat die Erkenntnisse aus den betroffenen Gebieten nun zum Anlass genommen, um ein Konzept für die zukünftige Unterstützung der Bevölkerung in solchen Notsituationen zu entwickeln.

„In Zeiten eines langanhaltenden Kommunikationsausfalls möchte das Referat vorbereitet sein, um die Bevölkerung und ungebundene Helfer vor Ort unterstützen zu können. Deshalb haben wir ein Konzept erstellt, an dessen Entwicklung viele externe Helfer aus der Wirtschaft, aus den Hilfsorganisationen, aus der Feuerwehr, der Bundeswehr und auch der Politik mitgewirkt haben“, erklärt Oliver Schlag, DL7TNY, der Bundesreferent für Not- und Katastrophenfunk im DARC e.V.

Notfunk-Konzept zum schnellen Wiederaufbau von Netzen

Aufbau und die Vorhaltung von Material auf Bundesebene wie auch der Ausbau der regionalen Notfunkgruppen stehen hierbei im Zentrum. Ziel des DARC ist es, dabei einen Pool an Material, Helferinnen und Helfern aufzubauen. Diese sollen dann in Schadensgebieten ein temporäres Netz mit Zugangsmöglichkeiten zum Beispiel zum Internet aufbauen und betreiben können.

Ehrenamtliche des Deutschen Amateur-Radio Clubs werden in den kommenden Monaten auf Bundesebene den Prototypen einer solchen regionalen Notfunkgruppe aufbauen. Um eine maximale Verbreitung und Resonanz in der Öffentlichkeit zu erreichen, soll dieser anschließend bundesweit medienwirksam vorgestellt werden.

„Ein aktiver Notfunk, der die Gesellschaft auf breiter Basis unterstützt, ist ein guter Beleg dafür, dass wir Funkamateure mit den uns zugewiesenen Frequenzen verantwortungsbewusst und im Sinne der Gemeinschaft umgehen können. Dabei sind wir aber auch auf Hilfen aus der Wirtschaft und der Politik angewiesen“, so der DARC-Notfunkreferent abschließend.

Quelle: DARC

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