Harald Schmidt ehrt verstorbenen Herbert Feuerstein

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© WDR
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Der Entertainer Harald Schmidt hat in seinem ntv-Jahresrückblick an den in diesem Jahr gestorbenen Autor und „Schmidteinander“-Kollegen Herbert Feuerstein erinnert.

„Ich habe allen Grund, ihm dankbar zu sein“, sagte der 63-Jährige in der am Samstagabend ausgestrahlten Sendung „Gysi & Schmidt – Der ntv-Rückblick“. Feuerstein habe ihn auf das Format der Late-Night-Show überhaupt erst aufmerksam gemacht, erzählte Schmidt. „Wir saßen auch damals in seiner Wohnung nachts in Frankfurt und haben gewartet bis auf AFN um 1 Uhr morgens David Letterman übertragen wurde, damit wir das mitschreiben konnten.“ AFN (American Forces Network) ist ein Rundfunk des US-Militärs.

Der Autor, Entertainer und Kabarettist Herbert Feuerstein ist am 6. Oktober im Alter von 83 Jahren in Erftstadt gestorben. Schmidt erinnerte sich bei ntv neben Linke-Politiker Gregor Gysi auch daran, dass er mit Feuerstein „sehr oft über den Tod gesprochen“ habe. „Er hat auch zu mir gesagt „Du stirbst zuerst“ – direkt so als Befehl.“

Feuerstein gab Schmidt den „Zusatzkick“

Schmidt betonte, dass er von dem 20 Jahre älteren Blödelkünstler „diesen Zusatzkick“ gelernt habe. „Also zum Beispiel ist es ja mittlerweile, wenn eine Tragödie oder so passiert, stellt man Teddybären und Blumen an die Zäune und macht ein Schild hin „Warum?“. Und das haben wir früher aus einem Nullanlass gemacht in „Schmidteinander“ und haben hingeschrieben „Warum nicht?““ Diesen Dreh und Blick, das habe er durch Feuerstein gekriegt.

Die Satire- und Comedy-Sendung „Schmidteinander“ des WDR lief von 1990 bis 1994, davon das letzte Jahr auch im Ersten der ARD. Schmidt gilt bis heute als deutscher Late-Night-König. Er moderierte eine solche Show nach US-Vorbild 1995 bis 2003 bei Sat.1, dann im Ersten (2004 bis 2007 und 2009 bis 2011), dann wieder bei Sat.1 (2011/12) und schließlich bei Sky (2012 bis 2014).

Bildquelle:

  • herbertfeuerstein: ARD Foto

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