Jürgen von der Lippe regt sich über Gender-Sprache auf

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Jürgen von der Lippe; © rbb/Thomas Ernst
© rbb/Thomas Ernst
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Nicht nur Didi Hallervorden stört sich am Gendern – auch Jürgen von der Lippe kommt damit nicht klar. Letzterer hält geschlechtersensible Sprache lediglich für einen aufgesetzten Trend.

„Es ist doch ein Skandal, dass Universitäten verlangen, dass Arbeiten von den Studenten gegendert und so in einem falschen Deutsch eingereicht werden“, sagte der Entertainer der „Bild am Sonntag“. „Es entsteht der Eindruck, dass es eine breite Bewegung wäre. Aber das Gegenteil ist der Fall. Je nach Umfrage wollen bis zu 91 Prozent der Deutschen nicht gendern.“ Am meisten regen ihn demnach „die sinnfreien Partizipien“ auf. Von der Lippe (73): „Der Bäcker ist ein Backender, wenn er in der Backstube steht. Wenn er auf dem Klo sitzt, dann nicht mehr.“

Seit Jahren wird in Deutschland debattiert, ob und wie männliche Formen in der Sprache durch weiter gefasste Begriffe ersetzt werden – um Frauen, aber auch etwa Intersexuelle einzubeziehen. Das Gendersternchen wie bei Lehrer*innen ist eine Möglichkeit. Manche setzen an die Stelle auch einen Doppelpunkt oder einen Unterstrich. 

Jürgen von der Lippe und das generische Maskulinum

Von der Lippe findet diese Versuche gar nicht gerechter: „Wenn ich selbst queer wäre, also schwul, lesbisch, bi-, trans- oder intersexuell, wäre ich beleidigt, dass ich nur von so einem kleinen Zeichen repräsentiert werden soll.“ Außerdem frage er sich, was mit all den anderen Menschen sei, die benachteiligt seien. Solle für die auch etwas eingeführt werden? „Ein Emoji vielleicht? Das stimmt doch alles hinten und vorne nicht. Warum bleiben wir nicht einfach beim generischen Maskulinum, da kann sich jeder zu Hause fühlen.“

Jürgen von der Lippe, der gerade ein neues Buch herausbringt („Sex ist wie Mehl“), hatte in den 80ern und 90ern seine größte Fernsehzeit („Donnerlippchen“, „Geld oder Liebe“).

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  • JuergenvonderLippe: © rbb/Thomas Ernst

49 Kommentare im Forum

  1. Danke für die Klarstellung. Er ist halt ein ewig-gestriger, alter, weißer Mann. Gendern ist die Zukunft (nur halt auch ohne mich)
  2. Steht in dem Artikel nichts von drin. Mit seiner Aussage hat er vollkommen Recht, auch wenn das wohl jetzt mehr Promo für sein Buch sein sollte, in der Sache sind seine Aussagen vollkommen stimmig. Zu was ür Stilblüten dieser Quatsch führt sieht man an der Aussage eines Senders, daß er/sie/es jetzt eine Senderin ist, Meldung diese Woche in DF
  3. Rund 90% lehnen den Quatsch doch ab, da ist es doch logisch dass sich darunter auch jede Menge Promis befinden. Und es gibt ja auch genug Beispiele von nicht alten weißen Männern die das ablehnen. Gendersprache ist nicht die Zukunft, Gendersprache ist ein Experiment welches gerade scheitert. Ich hoffe man lernt daraus. Ich würde es gerne sehen, wenn man die ÖR Sender danach wegen Überschreitung ihrer Kompetenzen zur Verantwortung zieht, aber das wird wohl nicht passieren.
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