Katrin Müller-Hohenstein: „Oft unverschämter Unterton gegenüber Sportjournalistinnen“

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Kathrin Müller-Hohenstein ist für das ZDF als Moderatorin beim Nations League-Spiel der DFB-Elf gegen die Ukraine im Einsatz.
Kathrin Müller-Hohenstein ist für das ZDF als Moderatorin beim Nations League-Spiel der DFB-Elf gegen die Ukraine im Einsatz. Bild: ZDF / Torsten Sitz
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„Sportstudio“-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein hat anlässlich des Karriereendes von Sabine Töpperwien kritisiert, dass Frauen im Sportjournalismus auch heute noch komisch behandelt werden.

„Denn noch immer bekommt man als Frau merkwürdige Fragen gestellt. Ich weiß nicht, wie oft ich schon gefragt wurde, wie das so ist, als Frau in einer Männerdomäne. Oder noch schlimmer: Woher kommt eigentlich Ihre Begeisterung für Sport?“, sagte die ZDF-Fernsehjournalistin auf „zeit.de“ (Freitag).

„Oft schwingt ein unverschämter Unterton mit. Als wären wir Frauen bemitleidenswerte Exotinnen, die auch mal ein bisschen mitspielen wollen. Ich ignoriere das“, sagte Müller-Hohenstein. Die 55-Jährige moderiert seit 2006 das „Aktuelle Sportstudio“ und ist auch bei Großveranstaltungen im Einsatz.

Müller-Hohenstein moderiert seit 2006 das „Aktuelle Sportstudio“

Die bekannte Reporterin Sabine Töpperwien hatte am Donnerstag bekannt gebeben, dass sie zum Ende des Monats aufhört. Die langjährige Leiterin der Sportredaktion im WDR-Hörfunk nannte in einer Mitteilung des Senders gesundheitliche Gründe. In mehr als drei Jahrzehnten kommentierte sie über 700 Fußballspiele, knapp 600 davon waren Bundesligapartien. Sie war die erste Frau in Deutschland, die live aus einem Fußballstadion berichtete.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass Sabine großen Widerständen trotzen musste, dass sie Durchhaltevermögen benötigte, gerade in der Anfangszeit. Vermutlich hatte sie, wie ich, auch einen tollen Chef, der sie unterstützt und bestärkt hat“, sagte Müller-Hohenstein.

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  • hohenstein: ZDF / Torsten Sitz

5 Kommentare im Forum

  1. Liegt natürlich nur daran, dass sie eine Frau ist ... aber sicher doch! Der einfachste Weg, sich nicht selbst hinterfragen zu müssen ... getreu dem Motto "Die kritisieren mich nicht, weil ich vielleicht einfach nicht so gut bin, sondern weil ich eine Frau bin." ... ja, dann noch das Lied von Pippi Langstrumpf singen und alles ist gut. Mal ernsthaft: Ich kenne weibliche Moderatorinnen, Journalistinnen und auch Frauen, die super kommentieren und moderieren ... auch im Bereich Sport. Von Kate Abdo, Britta Hofmann, Anna Kraft bis zu Birgit Nössing, Esther Sedlaczek und so weiter inkl. Jessica Libbertz ... es gibt viele tolle Frauen im Bereich Sport! Aber Frau M-H. ist für mich einfach nur ein Grund, abzuschalten ... nicht, weil sie eine Frau ist, sondern weil sie mich unendlich nervt ...
  2. Sabine Töpperwien hat zu Abschied beim DLF auch noch was dazu gesagt: Deutschlandradio - Mediathek Im Suchbegriff "Töpperwien" eingeben und das 5 Minuten Interview hören.
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