MDR-Konzert mit Raritäten aus der Anfangszeit der „Radio-Musik“

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© MDR

Mit dem Konzert „Radio-Musik“ am 1. Februar beginnen die MDR-Ensembles den Countdown zum MDR-Jubiläumsjahr 2024. Gespielt werden Stücke, die in den 20er und 30er Jahren gezielt für das neue Medium Radio entstanden.

1924 wurde der erste Mitteldeutsche Rundfunk (MIRAG) in Leipzig gegründet. Den Countdown zum Jubiläumsjahr 2024 läutet der MDR mit dem Konzert „Radio-Musik“ ein. Im Gewandhaus präsentieren das MDR-Sinfonieorchester und die BigBand der Deutschen Oper Berlin einige musikalische Raritäten, die in den 20er und 30er Jahren explizit für das neue Medium Rundfunk entstanden. Dirigent ist Ernst Theis. MDR Kultur und MDR Klassik übertragen das Konzert am 2. Februar um 19.30 Uhr.

Mit der Live-Aufführung von vier Kompositionen aus der Anfangszeit des Rundfunks rückt dieses Konzert das musikalische Angebot der deutschen Rundfunksender Ende der 1920er Jahre in den Fokus. Jene Musik sollte den Geschmack möglichst vieler Menschen ansprechen, und so speist sie sich aus den Einflüssen von Jazz, Operette und Sinfonik – nicht ohne mit den neuen technischen Möglichkeiten des Mediums Radio zu experimentieren.

Das MDR-Sinfonieorchester eröffnet das Konzert mit der „Radio-Ouvertüre op. 11“ des Komponisten Pavel Haas. Solch sogenannte Arteigene Rundfunkmusik, einzig zum Zwecke der Übertragung durch den Rundfunk entstanden, wurde meist als Auftragswerk für Sendegesellschaften geschrieben.

Direkt für den MIRAG entstand das Werk „Vorspiel und Arie nach Versen von Max Dauthendey op. 84“ von Paul Graener. Den Ursprung der Rundfunkmusik schon im Namen trägt das „Divertimento für Radio-Orchester op. 42“ von Walter Braunfels, der zu den erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit gehört hatte, bevor seine Werke unter den Nationalsozialisten mit einem Aufführungsverbot belegt wurden. Für die „Tänzerische Suite op. 26“ von Eduard Künneke, der vornehmlich Operetten, Unterhaltungs- und Filmmusik komponierte, holt sich das MDR-Sinfonieorchester Verstärkung durch Musiker der BigBand der Deutschen Oper Berlin.

Bildquelle:

  • mdr kultur: MDR

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