Neue „Quarks“-Moderatorin reagiert auf „Bild“-Enthüllungen

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Nemi Al-Hassan, neue Moderatorin von
Bild: WDR/Tilman Schenk,
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Die neue Moderatorin der WDR-Wissenschaftssendung „Quarks“, Nemi El-Hassan, hat sich von ihrer Teilnahme an einer Al-Kuds-Demo vor Jahren nachträglich distanziert.

Ihre Management-Agentur teilte am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ein Statement El-Hassans mit: „An den Al-Kuds-Demos vor sieben Jahren in Berlin teilzunehmen, war ein Fehler.“ Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor im Kontext der neuen Aufgabe El-Hassans für den öffentlich-rechtlichen Sender unter anderem von ihrer Demo-Teilnahme in Berlin berichtet.

Bei den alljährlichen Al-Kuds-Demonstrationen in Berlin waren in der Vergangenheit immer wieder antisemitische Parolen gerufen und Symbole der pro-iranischen libanesischen Hisbollah-Bewegung gezeigt worden. Gegen die Hisbollah hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ein Betätigungsverbot erlassen. Am Al-Kuds-Tag, der am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan liegt, ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem.

Bekenntnis zu Solidarität, Absage an Antisemitismus

In dem Statement der 28-Jährigen hieß es weiter zu ihrer damaligen Teilnahme: „Keinesfalls habe ich während der Demo antisemitische Parolen von mir gegeben, noch Menschen jüdischen Glaubens körperlich angegriffen.“ Während Ausschreitungen sei sie nicht zugegen gewesen. Ihr sei es wichtig, sich gegen Hass und Gewalt zu positionieren. Ihr Anliegen sei gewesen, Solidarität mit Palästinenserinnen und Palästinensern auszudrücken. 

„Die Mittel waren die falschen, das sage ich heute mit Nachdruck. Ich distanziere mich daher klar und ausdrücklich von den Al-Quds Demos, sowie weiteren Demonstrationen in einem ähnlichen Kontext. Ich verurteile jegliche antisemitischen Äußerungen und Aktionen, sämtliche Arten von Gewalt und insbesondere die Gewalt, die auf diesen Demos stattgefunden hat“, hieß es weiter in dem Statement.

Nemi El-Hassan wird „Quarks“-Moderatorin

Vor mehreren Tagen hatte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) El-Hassan als neue Moderatorin für die Wissenschaftssendung „Quarks“ angekündigt. Ihre erste Sendung ist für November geplant. El-Hassan ist Journalistin, Medienmacherin und Ärztin. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Berliner Charité. Sie gehört auch zum Gründungsteam des Youtube-Kanals „Datteltäter“, der sich zur Aufgabe gemacht habe, in satirischen Videos mit Vorurteilen gegenüber Musliminnen und Muslimen aufzuräumen. Die Clips sind Teil des Angebotes Funk von ARD und ZDF für jüngere Leute.

Der WDR teilte auf dpa-Anfrage mit: „Nemi El-Hassan ist uns als engagierte Journalistin bei Funk und ZDF aufgefallen. Aufgrund ihrer Tätigkeit als Medizinjournalistin haben wir ihr die Moderation von Quarks angeboten.“ Sie habe den WDR jetzt über ihre Teilnahme an der Al-Kuds-Demonstration im Jahr 2014 informiert. Vom Sender hieß es weiter: „Wir sind mit Nemi El-Hassan weiter im Austausch. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns zu weiteren Fragen erst äußern können, wenn diese Gespräche abgeschlossen sind.“

Bildquelle:

  • nemi-al-hassan: WDR/Tilman Schenk,

7 Kommentare im Forum

  1. Ich habe sie noch nicht im Fernsehen gesehen, daher meine Frage: Trägt sie ihr religiöses und Unterdrückungssymbol auch bei der Moderation? Ich hoffe nicht. Religiöse Symbole sollten nicht zulässig sein in einem zur Neutralität verpflichtetem Medium. Zudem hat sie wohl eine Antisemitische Agenda? Neue Quarks-Moderatorin Nemi El-Hassan: Offener Brief an den WDR - WELT
  2. Na so ein Glück aber auch, dass es sich hier um eine Frau und auch noch mit Migrationshintergrund handelt. Da reicht eine einfache Entschuldigung dann zum Glück ja aus. Nicht auszudenken, es wäre ein Mann ohne Migrationshintergrund gewesen der eine Querdenkerdemo besucht hat. Völlig zurecht hätte er dann nie wieder einen Posten im ÖR Fernsehen erhalten, eine einfach Entschuldigung wäre nicht genug gewesen bei so einem Unmensch.
  3. Zumindest bei der Pressevorstellung neben einer anderen Moderatorin nicht. Neu bei Quarks - Florence Randrianarisoa und Nemi El-Hassan - Presselounge - WDR
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