„60 Tage Frauenhass“: RTL zeigt Afghanistan-Doku am Dienstagabend

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RTL Reporterin Liv von Boetticher in Afghanistan
Copyright: RTL / Christoph Klawitter
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RTL beleuchtet in einem Dokumentarfilm die Frauenfeindlichkeit in Afghanistan: Seit ziemlich genau einem Jahr herrschen dort wieder die militant-islamistischen Taliban.

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Reporterin Liv von Boetticher hat sich für das „RTL-Spezial: 60 Tage Frauenhass“, das an diesem Dienstag um 22.35 Uhr bei RTL läuft, auf den Weg in das Land gemacht. Sie will berichten, was seit dem Regimewechsel dort geschehen ist – vor allem mit den Frauen und Mädchen. Es ist eine Reise, die Boetticher und ihr Team an ihre Grenzen bringt: Sie reisen durch ein Land ohne Strom und ohne eine funktionierende Kanalisation. Die Crew trifft auf eine Gesellschaft, die nach mehr als 40 Jahren Krieg völlig zerrüttet ist.

Der Journalistin fällt zudem schnell auf, wie sehr Frauen und Mädchen unter den neuen Machthabern aus der Öffentlichkeit verdrängt wurden. Viele Experten weisen darauf hin, dass es die internationale Weltgemeinschaft war, die mit ihrer Politik die Rückkehr der Taliban ermöglichte und afghanische Frauen damit wieder den militanten Islamisten ausgeliefert habe. Boetticher persönlich sieht es anders: „Das Problem der afghanischen Frauen sind nicht nur die Taliban. Leider kommt es auch vielen afghanischen Männern jetzt ganz gelegen, dass die Frauen wieder an ihre vermeintlichen Plätze zurückgedrängt werden.“

Gleichzeitig sieht sie, wie sich die Frauen aus dem Verborgenen heraus ihre Freiheit zurückerkämpfen. So lernt sie unter anderem die Frauenärztin Yagona kennen, die in ihrer Klinik Sex- und Verhütungs-Tipps gibt, oder die Frauenrechtsaktivistin Laila, die heimlich eine Mädchenschule eröffnet hat. Die Recherchen haben die Reporterin tief geprägt, und ihr ist klar: Eines Tages möchte sie nach Afghanistan zurückkehren. Denn beeindruckt habe sie, „wie die Frauen sich trotz aller Widrigkeiten durchsetzen“.

Text: dpa/ Redaktion: JN

Bildquelle:

  • rtl-frauenhass: RTL
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5 Kommentare im Forum

  1. Wenn eine 30.000 Mann starke Truppe eine vollständig ausgerüstete Armee von 300.000 Mann in 48 Stunden ohne einen Schuss abzugeben überrennen kann, darf man wohl von einem im Land allgemein anerkannten Regime sprechen. Der "Frauenhass" entspricht wohl mehr dem allgemein in Afghanistan akzeptierten Gesellschaftsbild. Nüchtern betrachtet wird dieses Gesellschaftsbild auch nach Migration nach Europa weitergelebt von wohl mehr als 90 % der Afghanen. Hatte in Wien ausreichend afghanische Migranten im Grätzl inklusive zweier afghanischer Supermärkte in unter 50 Meter. Von akzeptierter westlicher Lebensweise war da real bei der überwiegenden Mehrheit nichts zu bemerken.
  2. Das Terror-Regime ist von den Männern, die schon immer Frauen unterdrückt haben, anerkannt, aber Frauen sind dort Menschen zweiter Klasse. Hier scheint dies die angeblichen Verfechter der Gleichstellung jedoch nicht zu interessieren. Die wollen lieber unsere Sprache verunstalten und bilden sich ein, die besseren Menschen zu sein. Diese Doku sollten sich die weltfremden Genderisten in ihren Elfenbeintürmen anschauen.
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