ARD Eins Extra-Thema: Finanzen, Finanzen

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Mit einem EinsExtra-Thema widmet sich das digitale Informationsprogramm der ARD am 6. August der Finanzpolitik.

Wohin gehen die Solidar-Gelder, werden sie sinnvoll und gerecht verteilt? Ist unser Steuersystem zu kompliziert und was bringen Subventionen wirklich? Drei Dokumentationen untersuchen die Fakten.

Was macht mein Geld im Osten? Sendetermin: Montag, 06.08.2007, 20:15 Uhr Wie der Soli Löcher stopft
 
Immer mehr Menschen im Westen haben vom Solidaritätsbeitrag die Nase voll. Nach über 16 Jahren, meinen sie, soll endlich Schluss sein mit den Zahlungen für den Aufbau Ost. Auch wenn sie wissen, dass die Ostdeutschen ebenfalls den Solidaritätszuschlag zahlen müssen. Der Verdruss im Westen hat verschiedene Ursachen. Seit 2002 müssen die neuen Bundesländer jedes Jahr Rechenschaft ablegen über die Verwendung der Solidar-Gelder. Die Ergebnisse dieser Berichte sind niederschmetternd: Fast drei Viertel der Mittel werden regelmäßig falsch verwendet! Anstatt in zukunftsorientierte Projekte zu investieren, wurden Schulden getilgt und aufgeblähte Verwaltungsapparate finanziert. Sanktionen gibt es keine. Manchen Regionen im Osten geht es mittlerweile sogar besser als ihren Gebern in Westdeutschland. Die Autoren Gudrun Thoma und Sebastian Schütz arbeiten sich durch Forderungen, Klagen, Nörgeleien von West nach Ost und zurück.
 
Das Märchen vom gerechten Staat, Sendetermin: Montag, 06.08.2007, 21:02 Uhr
1. Wie er uns mit Steuern abkassiert, Zweiteilige Dokumentation von Günter Ederer
 
Ein Steuersystem, das die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr versteht, ist verfassungswidrig, sagt der Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhoff. Selbst hochspezialisierte Steuerberater verheddern sich regelmäßig im undurchdringlichen Gestrüpp abertausender Verordnungen. Und was für den einzelnen Bürger am Ende herauskommt, grenzt immer häufiger an Willkür: Steuerzahler im Würgegriff der Finanzämter. Denn der Staat hat in jedem Fall den längeren Atem. Der Film von Günter Ederer zeigt Beispiele von Chaos und Ungerechtigkeit.

Das Märchen vom gerechten Staat, Sendetermin: Montag, 06.08.2007, 22:02 Uhr
2. Wie er uns mit Subventionen schmiert
 
Was der Staat auf der einen Seite abkassiert, gibt er auf der anderen aus. Manches durchaus sinnvoll. Vieles aber auch nicht, vor allem wenn es um Subventionen geht, meinen die Wissenschaftler vom Kieler Weltwirtschaftsinstitut. Da werden im Osten der Republik nach wie vor mit Steuergeldern Plattenbauten saniert, und weil sie keiner will, werden sie dann auch noch auf Steuerzahlers Kosten abgerissen, ohne dass je jemand darin wohnte. Da flossen Milliarden in die Kohle und die Atomenergie, und heute werden sie mit Subventionsmilliarden wieder abgewickelt. Der Film von Günter Ederer zeigt an dramatischen und nicht selten absurden Beispielen, wie beim Geben und Nehmen die Gerechtigkeit auf der Strecke bleibt.
 
Aus der EinsExtra-Reihe: Leben in Europa
 
Pompeji, Sendetermin: Donnerstag, 09.08.2007, 21:02 Uhr, Der letzte Tag, Ein Film von Ailsa Orr und Peter Nicholson
 
Am 24. August des Jahres 79 nach Christus brach der Vesuv aus. Die Eruptionen des Vulkans hatten verheerende Folgen für die Region am Golf von Neapel. Dörfer und Städte am Fuß des Berges wurden unter einer dicken Schicht von Asche und Bimsstein begraben. Diese Katastrophe bedeutete für Pompeji das unwiderrufliche Ende. Die Stadt in Kampagnien verschwand nicht nur von der Erde, sondern auch aus dem Gedächtnis der Menschen. Erst vor rund 250 Jahren wurden die Ruinen Pompejis wieder entdeckt. Für Archäologen und Kulturhistoriker war das eine Sensation, da viele Häuser, Mosaiken und Kunstgegenstände wie in einer Zeitaufnahme erhalten geblieben sind. Auch die Körperformen vieler Menschen wurden im Moment ihres Todes unter Asche und Bimsstein konserviert. Der Film ist eine Rekonstruktion des dramatischen Geschehens vom ersten Ausbruch des Vulkans bis zur Zerstörung Pompejis. [mg]

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