ARD-Redakteure wehren sich gegen Politmagazin-Kürzung

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Köln – Die Redakteure der ARD laufen weiter Sturm gegen die geplante Verkürzung der Politmagazine im Ersten.

Eine ersatzlose Kürzung der sechs Magazine von 45 auf 30 Minuten würde „einen großen Verlust für den politischen Journalismus und eine Beschädigung des öffentlich-rechtlichen Profils der ARD als Informationssender“ bedeuten, erklärte am Freitag die Arbeitsgemeinschaft der Redakteursausschüsse Deutschlands (AgRa) in Köln. Auch der Deutsche Journalisten-Verband hatte bereits vor einer Kürzung gewarnt.
 
Die Redakteursvertretungen der ARD in der AgRa forderten die ARD-Intendanten auf, sich „unmissverständlich zu den Politmagazinen als wesentlichem Baustein öffentlichrechtlicher Information“ zu bekennen und den Magazinen „weder Sendezeit noch Produktionsmittel“ zu beschneiden. Die Magazine stünden für investigativen Journalismus, engagierte Kritik an gesellschaftlichen Fehlentwicklungen und demokratische Kontrolle. Sie dürften daher auf keinen Fall beschädigt werden.
 
In der AgRa sind die Vertreter der Programmmitarbeiter aus ARD, ZDF, Deutsche Welle, Deutschlandradio und Deutschlandfunk zusammengeschlossen. Die Redakteure des ZDF trugen die Erklärung mit der Begründung, es handele sich um „innere Angelegenheiten der ARD“, nicht mit. Betroffen sind die Magazine „Panorama“, „Monitor“, „Report Mainz“, „Report München“, „Fakt“ und „Kontraste“. [fp]

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